„Nuklearkatastrophe von Fukushima“ – Versionsunterschied

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
[ungesichtete Version][gesichtete Version]
Inhalt gelöscht Inhalt hinzugefügt
reputabel belegte, begründete und unbegründet gelöschte Ergänzungen zu den möglichen Folgen für Betroffene erneut eingesetzt, nachdem Diskussionsstand sich geändert hat
K Änderungen von Kopilot (Diskussion) rückgängig gemacht und letzte Version von 85.127.11.63 wiederhergestellt
Zeile 437: Zeile 437:
Am 14. März verletzte die Explosion im Reaktorblock 3 zehn Personen, darunter vier Mitglieder der Streitkräfte, von denen eines radiologisch untersucht wurde. Laut NISA wurde dabei keine erhöhte Strahlenbelastung festgestellt.<ref name="nisa-2011-03-24-12-30" />
Am 14. März verletzte die Explosion im Reaktorblock 3 zehn Personen, darunter vier Mitglieder der Streitkräfte, von denen eines radiologisch untersucht wurde. Laut NISA wurde dabei keine erhöhte Strahlenbelastung festgestellt.<ref name="nisa-2011-03-24-12-30" />


Am 15.&nbsp;März stieg die Strahlung auf dem Gelände kurzzeitig so stark an, dass alle rund 50 verbliebenen Techniker und die über 100 Mitarbeiter von Rettungseinheiten ihre Arbeit vorübergehend einstellen und das Gelände von Fukushima I für eine Stunde verlassen mussten. Das [[MHLW|Japanische Gesundheitsministerium]] setzte die zulässige Gesamt-Äquivalentdosis für die Arbeiten in Kernkraftwerken von 50 oder 100 (je nach Quelle) auf 250 Millisievert herauf. Dabei war die tatsächliche gesamte Strahlenbelastung für die betroffenen Arbeiter bis dahin unbekannt.<ref>{{Internetquelle| url=http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,751070,00.html | titel=Die "Tapferen 50" an der Strahlenfront | werk=Spiegel online Panorama | datum=2011-03-16|zugriff=2011-03-16}}</ref> Kritiker verwiesen darauf, dass Werte oberhalb der von der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) festgesetzten Grenze von 100 Millisievert pro Einsatz oder pro Jahr erfahrungsgemäß Körperzellen direkt schädigen und das Krebsrisiko schon für weit geringere Belastungen prozentual steigt.<ref>[http://blog.tagesschau.de/2011/03/24/wer-setzt-die-grenzwerte-fur-die-strahlung-fest/ Werner Eckert (Tagesschau.de, 24. März 2011): ''Wer setzt die Grenzwerte für die Strahlung fest?'']</ref>
Am 15.&nbsp;März stieg die Strahlung auf dem Gelände kurzzeitig so stark an, dass alle rund 50 verbliebenen Techniker und die über 100 Mitarbeiter von Rettungseinheiten ihre Arbeit vorübergehend einstellen und das Gelände von Fukushima I für eine Stunde verlassen mussten. Das [[MHLW|Japanische Gesundheitsministerium]] setzte die zulässige Gesamt-Äquivalentdosis für die Arbeiten in Kernkraftwerken von 50 oder 100 (je nach Quelle) auf 250 Millisievert herauf.<ref>{{Internetquelle| url=http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,751070,00.html | titel=Die "Tapferen 50" an der Strahlenfront | werk=Spiegel online Panorama | datum=2011-03-16|zugriff=2011-03-16}}</ref> Kritiker verwiesen darauf, dass Werte oberhalb der von der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) festgesetzten Grenze von 100 Millisievert pro Einsatz oder pro Jahr erfahrungsgemäß Körperzellen direkt schädigen und das Krebsrisiko schon für weit geringere Belastungen prozentual steigt.<ref>[http://blog.tagesschau.de/2011/03/24/wer-setzt-die-grenzwerte-fur-die-strahlung-fest/ Werner Eckert (Tagesschau.de, 24. März 2011): ''Wer setzt die Grenzwerte für die Strahlung fest?'']</ref>


Auch am 21. März wurde das Kraftwerksgelände kurzzeitig evakuiert, nachdem sich die Situation von Reaktorblock 3 verschlechterte und grauer Rauch aufstieg.<ref name=kyodo-2011-03-21-rauch>{{Internetquelle|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/79977.html|titel=White smoke at Fukushima No. 2 reactor, smoke at No.3 reactor stops|hrsg=Kyodo News|datum=2011-03-21|zugriff=2011-03-21|sprache=en}}</ref><ref name=nisa-2011-03-21-21-00>{{internetquelle|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110322-1-1.pdf|titel=NISA-Schadensbericht vom 21. März um 21:00 Ortszeit|datum=2011-03-21|zugriff=2011-03-21|sprache=en}}</ref> Die Feuerwehr-Einheiten blieben auch an den Tagen danach dem Block 3 fern.<ref name="nisa-2011-03-24-19-00" />
Auch am 21. März wurde das Kraftwerksgelände kurzzeitig evakuiert, nachdem sich die Situation von Reaktorblock 3 verschlechterte und grauer Rauch aufstieg.<ref name=kyodo-2011-03-21-rauch>{{Internetquelle|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/79977.html|titel=White smoke at Fukushima No. 2 reactor, smoke at No.3 reactor stops|hrsg=Kyodo News|datum=2011-03-21|zugriff=2011-03-21|sprache=en}}</ref><ref name=nisa-2011-03-21-21-00>{{internetquelle|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110322-1-1.pdf|titel=NISA-Schadensbericht vom 21. März um 21:00 Ortszeit|datum=2011-03-21|zugriff=2011-03-21|sprache=en}}</ref> Die Feuerwehr-Einheiten blieben auch an den Tagen danach dem Block 3 fern.<ref name="nisa-2011-03-24-19-00" />


{{Anker|Anker verstrahlte Füße}}
{{Anker|Anker verstrahlte Füße}}
Am 24. März wurde laut NISA bei drei Arbeitern, die Stromleitungen im Untergeschoss des Turbinengebäudes von Reaktorblock 3 verlegt hatten, eine Strahlenbelastung von zwischen 173 und 180 Millisievert festgestellt. Zwei dieser Arbeiter erhielten Strahlenverbrennungen an den Beinen, da sie keine Schutzstiefel trugen und radioaktives Wasser ihre Schuhe durchnässte. Die so erhaltene Strahlendosis auf ihrer Haut betrug zwischen 2 und 6 Sievert. Aufgrund der Strahlungsbelastung ihres Urins wird zudem davon ausgegangen, dass sie radioaktiven Wasserdampf eingeatmet haben.<ref>[http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110325-3-1.pdf NISA, 25. März 2011: ''Seismic Damage Information (the 51st Release)'']</ref><ref>{{internetquelle|url=http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/647139/radioaktive-partikel-wohl-koerper-akw-arbeiter-eingedrungen.html?sh=3&h=858940129 | titel=Radioaktive Partikel wohl in Körper der AKW-Arbeiter eingedrungen | werk=Ärztezeitung | datum=2011-03-25 | zugriff=2011-03-27 | sprache=de}}</ref> Die an der Wasseroberfläche der Pfützen gemessene [[Aktivität (Physik)|Radioaktivität]] betrug 3,9 Millionen Becquerel pro Kubikzentimeter, was einer Dosisleistung von 400 Millisievert pro Stunde entspricht.<ref name=nisa-2011-03-25-messung-block3>{{internetquelle|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110325-6.pdf|titel=Messwerte des kontaminierten Wassers im Untergeschoss von Block 3|datum=2011-03-26|zugriff=2011-03-25|archiv-url=http://www.webcitation.org/5xSCPF1rT|archiv-datum=2011-03-25|hrsg=NISA|sprache=en|format=pdf}}</ref><!-- Zugriffs- und Archivdatum vor Veröffentlichungsdatum wegen unterschiedlicher Zeitzonen --> Ganzkörper-Dosen von sechs Sievert hätten tödliche Folgen für die Betroffenen.<ref>[http://www.goruma.de/Wissen/Naturwissenschaft/StrahlungenUmwelt/Wirkung_hoher_strahlendosen.html Go:ruma Naturwissenschaften: ''Wirkung hoher Strahlendosen auf den Menschen'']</ref>
Am 24. März wurde laut NISA bei drei Arbeitern, die Stromleitungen im Untergeschoss des Turbinengebäudes von Reaktorblock 3 verlegt hatten, eine Strahlenbelastung von zwischen 173 und 180 Millisievert festgestellt. Zwei dieser Arbeiter erhielten Strahlenverbrennungen an den Beinen, da sie keine Schutzstiefel trugen und radioaktives Wasser ihre Schuhe durchnässte. Die so erhaltene Strahlendosis auf ihrer Haut betrug zwischen 2 und 6 Sievert. Aufgrund der Strahlungsbelastung ihres Urins wird zudem davon ausgegangen, dass sie radioaktiven Wasserdampf eingeatmet haben.<ref>[http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110325-3-1.pdf NISA, 25. März 2011: ''Seismic Damage Information (the 51st Release)'']</ref><ref>{{internetquelle|url=http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/647139/radioaktive-partikel-wohl-koerper-akw-arbeiter-eingedrungen.html?sh=3&h=858940129 | titel=Radioaktive Partikel wohl in Körper der AKW-Arbeiter eingedrungen | werk=Ärztezeitung | datum=2011-03-25 | zugriff=2011-03-27 | sprache=de}}</ref> Die an der Wasseroberfläche der Pfützen gemessene [[Aktivität (Physik)|Radioaktivität]] betrug 3,9 Millionen Becquerel pro Kubikzentimeter, was einer Dosisleistung von 400 Millisievert pro Stunde entspricht.<ref name=nisa-2011-03-25-messung-block3>{{internetquelle|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110325-6.pdf|titel=Messwerte des kontaminierten Wassers im Untergeschoss von Block 3|datum=2011-03-26|zugriff=2011-03-25|archiv-url=http://www.webcitation.org/5xSCPF1rT|archiv-datum=2011-03-25|hrsg=NISA|sprache=en|format=pdf}}</ref><!-- Zugriffs- und Archivdatum vor Veröffentlichungsdatum wegen unterschiedlicher Zeitzonen -->


Am 25. März teilte TEPCO mit, die Arbeiter hätten den Alarm ihrer [[Dosimeter]] ignoriert, weil sie nicht gemerkt hätten, dass sie in einer anderen Umgebung als tags zuvor tätig waren.<ref>{{internetquelle|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110325-4-1.pdf|titel=Survey result of workers’ exposure in the turbine building of Unit 3 of Fukushima Dai-ichi Nuclear Power Station |kommentar=Mitteilung zu den am 24. März verletzten Mitarbeitern|hrsg=NISA|datum=2011-03-25|zugriff=2011-03-25|sprache=en|format=pdf}}</ref> Am 26. März räumte TEPCO ein, dass man die Arbeiter vor ihrem Einsatz in Block 3 nicht über Messergebnisse im Turbinenhaus von Block 1 informiert hatte: Dort lagen die Strahlenwerte am 24. März um 9:30 an der Oberfläche von Wasseransammlungen bei 200 Millisievert pro Stunde.<ref>{{Internetquelle | url=http://www.asahi.com/national/update/0326/TKY201103260185.html | titel=3人被曝の1時間前「1号機地下に汚染水」 東電伝えず | zugriff=2011-03-26 | hrsg=asahi.com | sprache=ja}}</ref> Der Vorsitzende [[Kabinettssekretariat|Kabinettssekretär]] [[Yukio Edano]] forderte TEPCO auf, Informationen in Zukunft zeitnäher zu veröffentlichen.<ref>{{Internetquelle|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/81266.html|titel=Fears of radioactive seawater grow near nuke plant despite efforts|hrsg=Kyodo News|datum=2011-03-27|zugriff=2011-03-26|sprache=en|format=pdf}}</ref><!-- Zugriff vor Veröffentlichung wegen unterschiedlicher Zeitzonen -->
Am 25. März teilte TEPCO mit, die Arbeiter hätten den Alarm ihrer [[Dosimeter]] ignoriert, weil sie nicht gemerkt hätten, dass sie in einer anderen Umgebung als tags zuvor tätig waren.<ref>{{internetquelle|url=http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110325-4-1.pdf|titel=Survey result of workers’ exposure in the turbine building of Unit 3 of Fukushima Dai-ichi Nuclear Power Station |kommentar=Mitteilung zu den am 24. März verletzten Mitarbeitern|hrsg=NISA|datum=2011-03-25|zugriff=2011-03-25|sprache=en|format=pdf}}</ref> Am 26. März räumte TEPCO ein, dass man die Arbeiter vor ihrem Einsatz in Block 3 nicht über Messergebnisse im Turbinenhaus von Block 1 informiert hatte: Dort lagen die Strahlenwerte am 24. März um 9:30 an der Oberfläche von Wasseransammlungen bei 200 Millisievert pro Stunde.<ref>{{Internetquelle | url=http://www.asahi.com/national/update/0326/TKY201103260185.html | titel=3人被曝の1時間前「1号機地下に汚染水」 東電伝えず | zugriff=2011-03-26 | hrsg=asahi.com | sprache=ja}}</ref> Der Vorsitzende [[Kabinettssekretariat|Kabinettssekretär]] [[Yukio Edano]] forderte TEPCO auf, Informationen in Zukunft zeitnäher zu veröffentlichen.<ref>{{Internetquelle|url=http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/81266.html|titel=Fears of radioactive seawater grow near nuke plant despite efforts|hrsg=Kyodo News|datum=2011-03-27|zugriff=2011-03-26|sprache=en|format=pdf}}</ref><!-- Zugriff vor Veröffentlichung wegen unterschiedlicher Zeitzonen -->


Der IAEO und Regierung Japans zufolge sollen bis zum 17. März mindestens 20 Arbeiter gefährlichen [[Strahlendosis|Strahlendosen]] ausgesetzt worden sein.<ref>[http://www.tagesschau.de/ausland/fukushimaverletzte100.html Tagesschau.de, 17. März 2011: ''Mindestens 20 Tepco-Mitarbeiter verstrahlt'']</ref> Bis zum 25. März sollen laut NISA 17 Arbeiter Strahlendosen von mehr als 100 Millisievert erhalten haben.<ref>[http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110325-3-1.pdf NISA, 25. März 2011: ''Seismic Damage Information (the 51st Release)''] (pdf, S. 19)</ref> [[Sebastian Pflugbeil]], Präsident der deutschen [[Gesellschaft für Strahlenschutz]], und Ärzte warnen vor früherer Sterblichkeit<ref>[http://www.aerztezeitung.de/panorama/k_specials/japan/article/645842/pflugbeil-fukushima-50-todeskandidaten.html Ärztezeitung, 17. März 2011: ''Pflugbeil: "Fukushima 50" sind Todeskandidaten'']</ref> und einem erhöhten Krebsriskio für die beim Kraftwerk verbliebenen Arbeiter.<ref>[http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=81357 Vera Zylka-Menhorn (Ärzteblatt, 27. März 2011): ''Reaktorunfall: Die akute Strahlenkrankheit ist ein Multiorgangeschehen'']</ref>
Der IAEO und Regierung Japans zufolge sollen bis zum 17. März mindestens 20 Arbeiter gefährlichen [[Strahlendosis|Strahlendosen]] ausgesetzt worden sein.<ref>[http://www.tagesschau.de/ausland/fukushimaverletzte100.html Tagesschau.de, 17. März 2011: ''Mindestens 20 Tepco-Mitarbeiter verstrahlt'']</ref> Bis zum 25. März sollen laut NISA 17 Arbeiter Strahlendosen von mehr als 100 Millisievert erhalten haben.<ref>[http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110325-3-1.pdf NISA, 25. März 2011: ''Seismic Damage Information (the 51st Release)''] (pdf, S. 19)</ref>


== Einstufung auf der INES-Skala ==
== Einstufung auf der INES-Skala ==
Zeile 488: Zeile 488:
Für die Blöcke 1 bis 3 wurde das erste Kriterium nicht festgelegt, da das Entweichen radioaktiven Materials noch nicht abgeschlossen war. Für Block 4 wurden die ersten beiden Kriterien nicht festgelegt, da der Vorfall noch nicht abgeschlossen war. Die Blöcke 5 und 6 erhielten keine INES-Einstufung.<ref name="NISA-INES" /> Die Gesamtbewertung ergibt sich aus der jeweils höchsten Einzelbewertung.<ref name="INES Users Manual" />
Für die Blöcke 1 bis 3 wurde das erste Kriterium nicht festgelegt, da das Entweichen radioaktiven Materials noch nicht abgeschlossen war. Für Block 4 wurden die ersten beiden Kriterien nicht festgelegt, da der Vorfall noch nicht abgeschlossen war. Die Blöcke 5 und 6 erhielten keine INES-Einstufung.<ref name="NISA-INES" /> Die Gesamtbewertung ergibt sich aus der jeweils höchsten Einzelbewertung.<ref name="INES Users Manual" />


Der von [[Greenpeace]] beauftragte österreichische Physiker [[Helmut Hirsch (Physiker)|Helmut Hirsch]] forderte am 23. März 2011, die Unfälle wegen der freigesetzten radioaktiven Emissionsmengen in die höchste INES-Stufe 7 einzuordnen. Er bezog sich dabei auf Hochrechnungen der französischen Strahlenschutzbehörde ([[Institut de Radioprotection et de sûreté nucléaire|IRSN]]) und der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und eigene Abschätzungen.<ref>[http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/HH_INES_Rating_Fukushima_23_03_2011.pdf Helmut Hirsch, 23. März 2011: ''Fukushima – Einstufung auf INES‐Skala'']</ref>
Der von [[Greenpeace]] beauftragte österreichische Physiker [[Helmut Hirsch (Physiker)|Helmut Hirsch]] forderte am 23. März 2011, die Unfälle wegen der freigesetzten radioaktiven Emissionsmengen in die höchste INES-Stufe 7 einzuordnen. Er bezog sich dabei auf Abschätzungen der französischen Strahlenschutzbehörde ([[Institut de Radioprotection et de sûreté nucléaire|IRSN]]) und der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und führte darüber hinaus eigene Abschätzungen durch.<ref>[http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/HH_INES_Rating_Fukushima_23_03_2011.pdf Helmut Hirsch, 23. März 2011: ''Fukushima – Einstufung auf INES‐Skala'']</ref>


== Aktueller Zustand der Reaktorblöcke ==
== Aktueller Zustand der Reaktorblöcke ==

Version vom 27. März 2011, 13:56 Uhr

Datei:Fukushima I by Digital Globe 2.jpg
Zustand der Reaktorblöcke 1 bis 4 (von rechts nach links) am 16. März 2011 nach mehreren Explosionen und Bränden.

Die Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi sind eine Serie von schweren Unfällen und Störfällen im nordost-japanischen Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi (Fukushima I), die nach dem vom Tōhoku-Erdbeben ausgelösten Tsunami ab dem 11. März 2011 auftraten.

Mit Beginn des Erdbebens wurden die Reaktorblöcke 1 bis 3 des Kernkraftwerks schnellabgeschaltet; wegen Wartungsarbeiten waren die Blöcke 4 bis 6 bereits heruntergefahren. Die Stromversorgung wurde auf Notstromdieselaggregate umgeschaltet, die jedoch vom Tsunami überschwemmt wurden und ausfielen. Dadurch versagten wesentliche Kühlsysteme, und auch die verbliebenen Kühlvorrichtungen von Block 1 bis 4 fielen innerhalb weniger Tage aus. Es kam zur übermäßigen Erhitzung der Reaktorkerne 1 bis 3 und sämtlicher Abklingbecken sowie zur Beschädigung von Brennelementen. Es folgten mehrere Explosionen – vermutlich Wasserstoffexplosionen – und Brände, durch die die Reaktorgebäude 1 bis 4 erheblich beschädigt wurden. Radioaktive Partikel und Strahlung wurden freigesetzt.

Die Rettungskräfte konnten aufgrund der mechanischen Schäden nur verzögert und nur mit unzureichender Ausrüstung und mangelhafter Stromversorgung eingreifen. Mit unkonventionellen Maßnahmen wie dem Einspritzen von Meerwasser in Reaktoren, dem Wasserabwurf von Hubschraubern und der Kühlung mit Löschfahrzeugen von Feuerwehr und Streitkräften soll eine weitere Eskalation verhindert werden. Die Rettungskräfte sind dabei erheblichen Gefahren durch mechanische Unfälle und ionisierende Strahlung ausgesetzt; bis zu 20 Personen waren gefährlichen Strahlendosen ausgesetzt, weitere erlitten Verletzungen.

Bereits am Tag des Bebens hatte die Regierung einen nationalen nuklearen Notstand ausgerufen. In den nachfolgenden zwei Wochen wurden mehrere hunderttausend Anwohner aus einem schrittweise bis auf 20 Kilometer erweiterten Umkreis evakuiert, und ein Luftsperrgebiet wurde eingerichtet. Eine Reihe von Staaten empfahl ihren in Japan weilenden Bürgern, auch das weitere Umfeld (80 km) zu verlassen. In Leitungswasser und landwirtschaftlichen Erzeugnissen der Umgebung bis in benachbarte Präfekturen, sowie im Meerwasser entlang der Küste, wurden stark erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Iod und Caesium festgestellt; daher wurde vor dem Genuss von Leitungswasser und frisch geernteten Lebensmitteln gewarnt. Die Suche nach Tsunami-Opfern wurde durch die Strahlungsrisiken behindert.

Aufgrund dieser Auswirkungen bezeichnen viele Medien das gesamte Geschehen als Katastrophe. Verschiedene Atomaufsichtsbehörden stuften die Ereignisse auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse als „ernsten Unfall“ (Stufe 5) oder „schweren Unfall“ (Stufe 6) ein und blieben damit bisher unterhalb der höchstmöglichen Einstufung als „katastrophaler Unfall“ (Stufe 7). Die Unfälle haben Auswirkungen auf laufende und geplante Kernenergieprogramme einiger Staaten.

Zustand der Anlage zum Erdbebenzeitpunkt

Reaktorgebäude – Abklingbecken hellblau dargestellt

Das Kernkraftwerk Fukushima I besteht aus sechs Reaktorblöcken mit je einem Siedewasserreaktor. Zur Zwischenlagerung verbrauchter Brennelemente befindet sich in jedem Reaktorgebäude ein Abklingbecken. Daneben gibt es auf dem Kraftwerksgelände ein größeres, zentrales Abklingbecken und ein Trockenlager mit Spezialbehältern.

Zum Zeitpunkt des Bebens waren die Reaktorblöcke 1, 2 und 3 in Betrieb.[1] Reaktorblock 4 war bereits seit dem 30. November 2010 wegen einer großen Revision außer Betrieb; die Brennelemente dieses Blocks lagerten daher zum Unfallzeitpunkt vollständig im zugehörigen Abklingbecken. Die Blöcke 5 und 6 waren am 3. Januar 2011 bzw. am 14. August 2010 heruntergefahren und im Rahmen der Wartung schon wieder mit Brennelementen bestückt worden.[2]

Reaktorblock 3 war im Gegensatz zu Block 1 und 2 mit Mischoxid-Brennelementen bestückt, die eine Mischung aus Urandioxid und Plutoniumdioxid enthalten.

Zum Zeitpunkt des Bebens lagerten auf dem Gelände insgesamt 11.125 Brennelemente mit einem Gewicht von ungefähr 1.900 Tonnen, davon etwa 6.375 Stück im zentralen Abklingbecken.[3][4] In den Reaktorkernen und Abklingbecken der einzelnen Reaktorblöcke befand sich folgende Anzahl an Brennelementen:[5][6][7][8][9]

Lagerort Brennelemente
im Reaktorkern
Brennelemente
im Abklingbecken
Ungefähre Wärmeleistung
im Abklingbecken
Volumen des
Abklingbeckens
Block 1 400 292 60 kW 1020 m³
Block 2 548 587 400 kW 1425 m³
Block 3 548 514 200 kW 1425 m³
Block 4 0 [Anm. 1] 1331 [Anm. 1] 2000 kW 1425 m³
Block 5 548 946 700 kW 1425 m³
Block 6 764 876 600 kW 1497 m³
  1. a b Die Tabelle gibt die von der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit veröffentlichten Daten wieder. Andere Quellen sprechen von 1479 bzw. 1500 Brennelementen und 1600 kW Wärmeleistung.

Ein einzelnes Brennelement besteht aus ungefähr 60 Brennstäben und wiegt etwa 170 kg.

Ablauf der Unfallserie

Datei:Nuclear plants Japan.svg
Lage der japanischen Kernkraftwerke und Ausbreitung der Tsunamiwellen
Luftbildaufnahme des Kernkraftwerks Fukushima I aus dem Jahr 1975, als der Reaktorblock 6 noch nicht fertiggestellt war. Die Nummern bezeichnen die einzelnen Reaktorblöcke; die nördliche Himmelsrichtung ist oben.

Das Tōhoku-Erdbeben ereignete sich am 11. März 2011 um 14:46:23 Uhr (Ortszeit). Das Epizentrum lag vor der Küste der Präfektur Miyagi, 130 km östlich von Sendai, etwa 170 km nordöstlich des Kraftwerks Fukushima I und etwa 370 km nordöstlich von Tokio.[10][11] Nach Angaben der Japan Meteorological Agency hatte das Beben eine Stärke von 9,0 Mw; das Hypozentrum lag in einer Tiefe von 24 km.[12] Um 14:52 traf am Kraftwerk ein Tsunami mit einer Wellenhöhe von 7 m ein, während dessen Schutzwälle nur auf eine Wellenhöhe von maximal 5,70 Meter ausgelegt waren.[13][14]

Aufgrund des Erdbebens erfolgte eine automatische Schnellabschaltung der in Betrieb stehenden Reaktoren 1 bis 3. Der Kraftwerksbetreiber TEPCO (Tokyo Electric Power Company) berichtete, dass die Notstromdieselaggregate starteten, jedoch nach einer Stunde infolge des Tsunami[15] stoppten, so dass für die Blöcke 1, 2 und 3 und – wie sich vier Tage später ergab – auch für Block 4, 5 und 6 keine ausreichende Kühlung mehr gewährleistet war, um die Nachzerfallswärme abzuführen.[16] Zwar blieb ein einzelner von mehreren Notstromgeneratoren an Block 6 weiter in Betrieb und wurde zur Speisung der Kühlsysteme für die Abklingbecken der Blöcke 5 und 6 verwendet,[17] was jedoch zur vollständigen Kühlung nicht ausreichte. Die vorhandenen Batterien von Block 1 bis 4, die normalerweise nur die Zeit zum Anlaufen der Notstromdiesel puffern, waren nach wenigen Stunden erschöpft.[18] Zwar gab es mobile Generatoren vor Ort und weitere, die später herantransportiert wurden. Diese konnten allerdings mangels geeigneter Kabel, eventuell auch wegen der Versperrung von Zufahrtswegen, nicht angeschlossen werden.[19][20]. Die Reaktoren 1, 2 und 3 wurden daraufhin durch Einpumpen von Meerwasser über das Feuerlöschsystem gekühlt.[21] Die Anweisung zum Einleiten von Meerwasser gab Premierminister Naoto Kan am 12. März 2011 um 19:55.[22]

Explosionen beschädigten nacheinander die Reaktorgebäude der Blöcke 1, 3, 2 und 4. Im Reaktorgebäude 4 brachen mehrere Brände aus. Nach diesen Ereignissen stieg jeweils die Strahlenbelastung auf dem Gelände vorübergehend stark an (siehe Grafik). Am Tag nach der Explosion von Block 3 musste daher der Großteil der TEPCO-Mitarbeiter evakuiert werden. Am 17. März 2011 waren nur noch rund 50 Mitarbeiter des Kraftwerksbetreibers, die in den Medien auch als „Fukushima 50“ bezeichnet wurden, und 130 weitere von Einheiten wie Feuerwehr oder Armee auf dem Gelände tätig.[23][24] Am folgenden Tag stießen noch Kräfte der Tokioter Feuerwehr hinzu, die nach Aussage von Gouverneur Shintarō Ishihara von Wirtschaftsminister Banri Kaieda zu diesem Einsatz gezwungen wurden.[25] Arbeiten in den Leitständen des Kraftwerks waren seit den Explosionen nur noch eingeschränkt möglich, weil die Mitarbeiter laufend einer hohen Strahlenbelastung ausgesetzt waren.[26]

Reaktorblock 3 und später auch Block 4 sowie das zentrale Abklingbecken wurden provisorisch mit Wasserwerfern der Streitkräfte (SDF) und der Feuerwehr gekühlt. Ausgehend von einer benachbarten Hochspannungsleitung wurden neue Stromleitungen zum Kraftwerk verlegt, um die Kühlsysteme wieder ans Stromnetz anschließen zu können.[9] Die Blöcke 5 und 6 erreichten am 19. März wieder einen stabilen Betriebszustand, nachdem ihre Notstromversorgung wiederhergestellt war. Am 20. März wurden Reaktorblock 1 und 2 wieder ans Stromnetz angeschlossen, bis zum 22. März auch alle übrigen Blöcke.

Am 20. März 2011 sagte Regierungssprecher Yukio Edano auf einer Pressekonferenz, dass nach Behebung des Notstands höchstwahrscheinlich alle sechs Reaktoren der Anlage außer Betrieb genommen werden. Die Regierung plane eine Stilllegung der gesamten Anlage.[27][28]

In den Tagen ab dem 20. März kam es wiederholt zu gefährlichen Situationen an Block 3. Aus den Blöcken 2, 3 und 4 stieg immer wieder Dampf oder Rauch auf, ab dem 25. März aus allen dreien.[29] In den Turbinengebäuden von Block 1 bis 4 wurden Ansammlungen von hoch radioaktiv kontaminiertem Wasser mit einer Tiefe zwischen 0,4 und 1,5 Metern entdeckt. TEPCO versucht, die Gebäuden zu entwässern.[30][31]

Am 27. März war die Radioaktivität laut Betreiber Tepco drastisch angestiegen. Die Strahlung im Wasser des Turbinenhauses von Reaktor 2 stieg auf einen Wert von 10.000.000-mal über normal. Yukio Edano äußerte sich „nahezu sicher“, dass das extrem radioaktiv verseuchte Wasser aus einem Reaktorkern stamme.[32]

Allgemeiner Verlauf in den Reaktorblöcken 1 bis 3

Schema eines Siedewasserreaktors
Reaktorgebäude, darin Sicherheitsbehälter Mark I (orange), bestehend aus Druckkammer (11) und Kondensationskammer (24) zum Druckabbau, sowie Abklingbecken (5). Reaktordruckbehälter (8, gelb) mit Reaktorkern (1, Brennelemente rot)

Dieser Abschnitt beschreibt in vereinfachter Form den bei den Reaktorblöcken 1 bis 3 im Prinzip gleichen Verlauf des Unfalls.[33]

Sofort nach Beginn des Erdbebens um 14:46 Uhr Ortszeit lösten Messfühler auf dem Kraftwerksgelände, die von den Primärwellen (P-Wellen) des Bebens angeregt wurden, die Reaktorschnellabschaltung und den Abschluss des Sicherheitsbehälters aus.[34] Durch das damit verbundene Schließen von Frischdampf- und Speisewasserventil ging planmäßig die Hauptwärmesenke (Kühlung) des Reaktors verloren. Die von verdampfendem Wasser im Reaktor aufgenommene Nachzerfallswärme wurde nun in die Ersatzwärmesenke, die wassergefüllte Kondensationskammer im Sicherheitsbehälter abgeführt. Von dort hätte sie weiter über die Nachkühlkette abgeführt werden sollen.

Infolge des Erdbebens und des nachfolgenden Tsunamis stoppten die Pumpen des Kühlsystems, da nicht nur die Energieversorgung von außen ausfiel, sondern auch die Dieselgeneratoren, die das System mit Notstrom hätten versorgen sollen. Lediglich Batteriestrom stand für begrenzte Zeit zur Verfügung. Daher wurde der Druckbehälter mit weniger Speisewasser versorgt, als in ihm verdampfte.

Das hatte zur Folge, dass der Wasserstand absank und die Reaktorbrennstäbe teilweise nicht mehr von Wasser umgeben waren, wodurch sie sich stark erhitzten. Bei Temperaturen über 900 °C beginnen die Hüllrohre der Brennstäbe zu bersten, gasförmige und leichtflüchtige Spaltprodukte werden in den Reaktordruckbehälter freigesetzt. Zudem beginnt bei diesen Temperaturen das Zirkonium der Brennstabhüllen mit dem umgebenden Wasserdampf unter Bildung von Wasserstoff zu reagieren. Aus Wasser und Zirkonium entsteht dann Zirkoniumoxid und Wasserstoff.[35][36] Durch die starke Erhitzung des Reaktordruckbehälters und die beginnende Wasserstoffproduktion stieg der Druck im Reaktordruckgefäß auf bedenkliche Werte an, so dass Druckentlastungen in den Sicherheitsbehälter vorgenommen werden mussten. Mit dem Dampf entwichen hierbei auch die aus den geborstenen Brennstäben freigewordenen Radionuklide, sowie der Wasserstoff aus der chemischen Reaktion der Brennstabhüllen.

Ebenso wurde das Kondensat in der Kondensationskammer nicht mehr hinreichend gekühlt, wodurch der Druck im Sicherheitsbehälter schnell anstieg. Um den Druck zu senken, wurde aus dem Sicherheitsbehälter mit Radionukliden (unter anderem 137Cs und 131I) kontaminierter Dampf in die Umgebung abgelassen. Wahrscheinlich führte die Erhitzung der Brennstäbe zu deren zumindest teilweiser Schmelze.[37] Ob es zu einem Bruch (Durchschmelzen) des Reaktordruckbehälters bei Block 1 und 3 gekommen ist, ist derzeit nicht bekannt (Stand: 23. März 2011).

Wasserstoff entwich in das Reaktorgebäude, wo es zu einer Knallgasexplosion kam, welche die Gebäudehülle (bei Block 1 nur das Dach) zerstörte. Inwieweit die innerhalb der Reaktorgebäude befindliche Betonabschirmung bei den Explosionen beschädigt wurde, war nicht bekannt. Während bei Block 1 und 3 davon ausgegangen wurde, dass der stählerne Reaktorsicherheitsbehälter intakt geblieben sei, wurde bei Block 2 vermutet, dass ein Bruch eintrat.[38]

Um den Reaktorkern zu kühlen und bei einem Schmelzen der Brennstäbe eine unkontrollierte Kettenreaktion zu unterbinden, wurde mit Borsäure versetztes Meerwasser in den Reaktorkern sowie den Sicherheitsbehälter[38] geleitet. Das in natürlichem Bor zu 20 % vorhandene Isotop 10B kann aus einer Kernspaltung entstehende Neutronen sehr effizient absorbieren (Neutronenabsorber), wobei es zu Lithium und Helium zerfällt.

Folgende Tabelle zeigt die gemessenen Strahlungsdosisleistungen in den Reaktoren. Typische Werte im Kühlkreislauf der Reaktoren im Normalbetrieb liegen nach Angaben von NHK World Newsline bei 0,1 Sv/h .[39]

Zeitpunkt (Ortszeit) Reaktor 1 (Sv/h) Reaktor 2 (Sv/h) Reaktor 3 (Sv/h)
Druck-
behälter
Konden-
sations-
kammer
Druck-
behälter
Konden-
sations-
kammer
Druck-
behälter
Konden-
sations-
kammer
17. März 2011, 12:50[40] 0,00410 31,6 84,4 2,43 --- ---
18. März 2011, 7:55-12:35[41] 0,00375 46,9 78,0 2,37 105 5,90
20. März 2011, 15:00-16:00[42] 12,0 40,0 0,625 2,13 71,7 2,00
23. März 2011, 9:10-14:20[43] 48,0 29,9 50,7 1,67 60,2 1,74
24. März 2011, 17:00[44] 40,9 25,8 47,4 1,36 53,3 1,45
25. März 2011, 10:00[45][46] 38,9 24,9 45,6 1,54 51,0 1,50
25. März 2011, 14:00-16:30[47] 37,1 24,5 45,2 1,54 38,8 1,31
26. März 2011, 9:30-10:00[48] 35,1 23,6 43,4 1,49 36,1 1,40
27. März 2011, 4:45-5:00[49] 34,0 22,5 41,9 1,43 34,2 1,34
27. März 2011, 9:00-10:10[50] 34,6 22,2 41,6 1,41 33,7 1,31

Reaktorblock 1

Am 11. März 2011 um 14:46 (Ortszeit) wurde der Reaktor automatisch heruntergefahren. Um 15:42 Uhr fielen die Generatoren zur Notstromversorgung aus und das System schaltete auf Batteriebetrieb um.[51][52] Um 16:36 versagte das Wassereinspritzsystem zur Kühlung.[38] Da der Inhalt des Druckbehälters nicht mehr gekühlt wurde, verdampfte Kühlwasser, bis Teile der Brennstäbe aus dem Wasser ragten.

Am 12. März kam es um 0:46 zu einem abrupten Druckanstieg. Daraufhin wurde ab 9:07 Dampf aus dem Reaktordruckbehälter abgelassen und ab 14:30 gefiltert aus dem Sicherheitsbehälter (Containment), da sich der Druck dort von 4 auf 8,4 bar erhöht hatte.[51][38] Dabei gelangten auch geringe Konzentrationen der radioaktiven Caesium- und Iod-Isotope 137Cs und 131I in die Umgebung.[15][20]

vorher/nachher-Darstellung des Reaktorgebäudes von Block 1 (Computergrafik)

Am 12. März um 15:36  Uhr kam es dann zwischen Sicherheitsbehälter und Außenhülle des Reaktorgebäudes zu einer Knallgasexplosion (Wasserstoff-Explosion), bei der der obere Teil der Außenverkleidung des Reaktorblocks weggesprengt wurde.[53] Videoaufnahmen zeigen einen schnellen, kaum sichtbaren Explosionsstoß nach oben, und dann eine sich mehr horizontal als vertikal ausbreitende Rauchwolke um das Reaktorgebäude.[54] Einer Stellungnahme der Regierung zufolge wurde der Sicherheitsbehälter nicht beschädigt. Die Strahlungswerte am Werkstor sollen 70-fach über den Normalwerten gelegen haben.[55] Durch die Explosion wurden vier Arbeiter vor Ort verletzt. Zudem wurde ein Arbeiter einer erhöhten Strahlungsdosis ausgesetzt.[56] Der Evakuierungsradius um das Kraftwerk wurde auf 20 km ausgeweitet.[57][58]

Nach Abklingen der Explosionswirkungen wurde am 12. März um 20:20 Uhr mit der Einleitung von Meerwasser über das Feuerlöschsystem in die Reaktordruckkammer zur Kühlung des Reaktorkerns begonnen.[38]

In Fukushima blies zum Explosionszeitpunkt ein Westwind mit einer Geschwindigkeit von etwa 15 km/h. Die japanischen Behörden vermuteten ab zirka 17:00 Uhr MEZ aufgrund stark erhöhter Iod- und Caesiumwerte eine partielle Kernschmelze, die japanische Tageszeitung Asahi Shimbun berichtete von partiell freiliegenden Brennstäben.[59] Der Behördensprecher, der die mögliche Kernschmelze bekanntgab, wurde danach nicht wieder eingesetzt; TEPCO machte dazu keine weiteren Angaben.[60] Die Behörden bereiteten die Verteilung von Iod-Tabletten vor.[15][61]

Am 12. März ab 20:20 Uhr Ortszeit wurde mithilfe des Feuerlöschsystems Meerwasser zur Abkühlung mit Borsäure als Neutronenabsorber in den Reaktordruckbehälter gepumpt. Das Auffüllen des Sicherheitsbehälters sollte etwa zehn Tage in Anspruch nehmen, manche Quellen sprachen auch von zwei Tagen.[61][62]

Premierminister Naoto Kan flog mit einem Hubschrauber zur Anlage und forderte dort einen Leiter von TEPCO auf, die umliegende Bevölkerung zu unterstützen.[63] Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO/IAEA) teilte am 12. März 2011 gegen 21 Uhr (MEZ) mit, dass bis zu diesem Zeitpunkt etwa 170.000 Menschen innerhalb eines Radius von 20 km ihre Wohnungen verlassen mussten und dass die Evakuierungsmaßnahmen noch nicht abgeschlossen seien.[64] Kabinettssekretär Yukio Edano sagte, offizielle Stellen handelten nun auf der Basis der Annahme, dass in Block 1 sehr wahrscheinlich eine Kernschmelze in Gang sei.[65]

Am 14. März wurde die Einspeisung von Meerwasser unterbrochen, nachdem eine Pumpe versagt hatte.[66] In der Nacht zum 15. März wurde die Einspeisung wieder aufgenommen.[67]

Am 20. März wurde die externe Stromversorgung des Blocks wiederhergestellt.[68] Am 24. März um 11:30 Uhr konnte die Beleuchtung im zentralen Bedienraum (Central Operation Room) wiederhergestellt werden[69]

Ab dem 23. März um 2:30 Uhr auch wieder Wasser über ein reguläres Einspeisesystem in den Druckbehälter eingebracht werden, zusätzlich zu der weiter laufenden Noteinspeisung durch das Feuerlöschsystem.[70] Ab dem 26. März 8:00 Uhr wurde wieder Frisch- statt Meerwasser in den Reaktordruckbehälter eingeleitet,[71] welches von amerikanischen Schleppkähnen mit jeweils 1 Million Liter Fassungsvermögen stammt, die von Schiffen der Japanischen Streitkräfte gezogen werden.[72]

Seit dem 25. März ab 6:20 Uhr tritt kontinuierlich weißer Dampf/Rauch aus.[73]

Reaktorblock 2

Am 11. März 2011 um 14:46 (Ortszeit) wurde der Reaktor automatisch heruntergefahren. Um 15:42 Uhr fielen die Generatoren zur Notstromversorgung aus und das System schaltete auf Batteriebetrieb um. Um 16:36 versagte das Wassereinspritzsystem zur Kühlung.[51] Später wurde gemeldet, dass die Wassereinspritzung am 13. März um 14:00 Uhr noch funktioniert habe.[74]

Am 14. März nach 11:00 Uhr (Ortszeit) wurde die Ausblasklappe (blow out panel) des Reaktorgebäudes 2 geöffnet, um eine Explosion wie in Block 3 zu verhindern. Um 13:18 wurde ein niedriger Wasserspiegel im Reaktordruckbehälter festgestellt, woraus TEPCO schloss, dass das Kühlsystem zwischenzeitlich ausgefallen war.[51] Im weiteren Verlauf kam es zu einem nahezu vollständigen Verlust an flüssigem Wasser im Reaktor, das sich in Wasserdampf verwandelte, wodurch die Gefahr einer Kernschmelze deutlich zunahm. Daraufhin wurde um 13:49 Alarm ausgelöst und ab 16:34 Meerwasser in die Reaktordruckkammer eingeleitet. Um 22:50 wurde ein abnormaler Druckanstieg und weiter fallender Wasserspiegel im Reaktordruckbehälter registriert.

Am 15. März ab 0:00 Uhr (Ortszeit) wurde Druck aus dem Reaktor abgelassen. Um 6:20 ereignete sich eine Explosion. Gleichzeitig fiel der Druck in der Kondensationskammer ab, was darauf hindeutete, dass diese beschädigt wurde und sich möglicherweise auch die Explosion dort abspielte. Anders als bei den Explosionen in den Blöcken 1, 3 und 4 blieben die Außenwände des Reaktorgebäudes 2 weitgehend intakt. Ab 8:25 wurde aus Block 2 aufsteigender weißer Dampf und/oder Rauch beobachtet, der aus mindestens einem Loch in der Gebäudehülle entwich und auch an den nachfolgenden Tagen noch zu beobachten war (siehe das Photo zu Beginn des Artikels).[75][38][74]

Datei:Pictures from the Fukushima Daiichi NPP 2011-03-23 Page 2.jpg
Das Gelände um Block 1 und 2 am 23. März 2011

Während Regierungssprecher Edano am 15. März die Blöcke 1 und 3 als „auf dem Weg zu Normalität“ bezeichnete, nannte er die Situation von Block 2 weiter instabil.[76]

Die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit meldete am 15. März 2011, dass ein Drittel der Brennstäbe von Block 2 defekt sei und die Brennstäbe teilweise frei lägen.[77] Trotz Einspeisen von Wasser gelang es nicht, den Wasserstand im Reaktor zu erhöhen. Dies deutete auf Lecks im Reaktordruckgefäß hin.

Am 20. März um 15:00 Uhr (Ortszeit) wurde mit dem Einfüllen von Meerwasser in das Abklingbecken von Block 2 begonnen. Um 15:46 wurde die externe Stromversorgung des Blocks wiederhergestellt.[78]

Zwischen dem 21. März 18:22 Uhr und dem 22. März 7:11 Uhr trat erneut weißer Dampf oder Rauch aus dem Reaktorblock aus.[79]

Am 22. März wurde von 16:07 bis 17:01 Meerwasser in das Abklingbecken von Block 2 eingefüllt.[80]Seit dem 26. März 10:00 Uhr wird wieder Frisch- statt Meerwasser in den Reaktordruckbehälter eingespritzt.[81]

Reaktorblock 3

Zum Zeitpunkt des Unfalls war der Reaktorblock 3 im Gegensatz zu den beiden anderen Blöcken 1 und 2 mit Mischoxid-Brennelementen bestückt, die eine Mischung aus Urandioxid und Plutoniumdioxid enthalten, wobei der Plutonium-Anteil wegen der Giftigkeit dieses Elements zusätzlich gefährlich ist.

Am 11. März 2011 um 14:46 (Ortszeit) wurde der Reaktor automatisch heruntergefahren. Um 15:42 Uhr fielen die Generatoren zur Notstromversorgung aus und das System schaltete auf Batteriebetrieb um.

Am 12. März gegen 14 Uhr gab die japanische Atomaufsichtsbehörde (NISA) bekannt, dass die Notkühlung im Block 3 nicht mehr funktionsfähig sei und dringend eine Methode zur Bereitstellung von Kühlwasser gefunden werden müsse.[82] Am 13. März meldete TEPCO den vollständigen Ausfall des Reaktorkühlsystems für 5:10 oder 5:58 (Ortszeit, je nach Quelle) an die Behörden.[83][51] Um 8:41 wurden Drucksicherheitsventile des Druckbehälters geöffnet, um Dampf abzulassen. Ab 11:55 wurde dann Frischwasser über das Feuerlöschsystem in den Reaktordruckbehälter eingespritzt, ab 13:12 mit Borsäure versetztes Meerwasser.[51][84] An diesem Tag deutete auch Hidehiko Nishiyama vom METI an, dass der Kern in Block 3 wahrscheinlich teilweise geschmolzen sei.[85]

Am 14. März um 1:10 musste die Einspritzung von Meerwasser in die Reaktordruckbehälter mangels Meerwasser in der Sammelgrube sowohl für Reaktorblock 1 als auch für Reaktorblock 3 unterbrochen werden. Für Block 3 wurde die Einspritzung um 3:20 wieder aufgenommen. Ab 7:44 begann der Druck im Sicherheitsbehälter kontinuierlich anzusteigen. Um 11:01 ereignete sich dann eine Explosion, bei der wesentliche Teile des Reaktorgebäudes zerstört wurden. Man nahm an, dass es sich um eine Wasserstoffexplosion handelte. Videoaufnahmen zeigen einen Feuerball im oberen Bereich des Gebäudes und eine dunkle, schnell und senkrecht nach oben aufsteigende Rauchwolke.[86] Von der Außenhülle des Gebäudes war anschließend nur noch ein Metallgerippe zu sehen. Nach Angaben von TEPCO wurden bei der Explosion 7 Menschen verletzt.[87]

Datei:Fukushima I by Digital Globe 2 crop.jpg
Am 16. März steigt Dampf oder Rauch aus dem zerstörten Block 3 auf.

Seit dem Morgen des 16. März und auch noch an den nachfolgenden Tagen wurde weißer Dampf und/oder Rauch beobachtet, der aus dem Gebäude aufstieg. Schon seit dem Vortag wurden Strahlenwerte von 400 Millisievert pro Stunde (mSv/h) am Reaktorblock 3 gemessen.[83] Wegen der relativ hohen Strahlung und der Möglichkeit eines Schadens am Reaktorkern wurde um 10:45 die Bedienungsmannschaft des zentralen Kontrollraums für Reaktorblock 3 und 4 (gemeinsamer Kontrollraum) evakuiert. Um 11:30 kehrte die Bedienungsmannschaft wieder an ihren Arbeitsplatz zurück und nahm die Einspritzung von Meerwasser in die beiden Reaktordruckbehälter wieder auf.[88]

Am 16. März sollte das Abklingbecken von Block 3 durch Wasserabwurf von Chinook-Hubschraubern der Streitkräfte gekühlt werden. Der Versuch wurde jedoch am Abend wegen zu hoher Verstrahlungsgefahr für die Piloten abgebrochen. Am 17. März zwischen 9:48 und 10:01 wurden dann im Vorbeiflug vier Wasserladungen von je 7,5 Tonnen aus Löschbehältern abgeworfen.[89][84] Videoaufnahmen zeigen, dass der Abwurf wenig treffsicher war und ein Großteil des Wassers neben dem Reaktorblock niederging.[90]

Sonderlöschfahrzeug der japanischen Streitkräfte

Am 17. März gegen 19 Uhr begann die Kühlung von Block 3 durch Einsprühen von Wasser. Ein Wasserwerfer der Polizei und fünf Sonderlöschfahrzeuge der japanischen Streitkräfte spritzten insgesamt etwa 30 Tonnen Wasser auf bzw. in das Reaktorgebäude. Auch nach diesen Kühlversuchen strömte weiterhin weißer Dampf und/oder Rauch aus.[38][84] Die Kühlung mit Löschfahrzeugen der Streitkräfte wurde in den nachfolgenden Tagen fortgesetzt. Ab dem 20. März beteiligten sich auch 14 hinzugezogene Löschfahrzeuge der Sondereinheit Hyper Rescue Unit der Tokioter Feuerwehr an dem Einsatz.[78] Die Menge an aufgesprühten Wasser erhöhte sich in den folgenden Tagen auf mehrere hundert Tonnen täglich.[91]

In den Tagen um den 20. März traten Druckschwankungen im Sicherheitsbehälter (Containment) von Block 3 auf. Es bestand die Gefahr, dass wieder radioaktiver Dampf in die Umwelt abgelassen werden müsste; hierauf wurde jedoch zunächst verzichtet.[92][93]

Ab dem 21. März um 16 Uhr wurde grauer Rauch beobachtet, der aus den Überresten des Reaktorgebäudes aufstieg und dessen Intensität ab 18 Uhr wieder nachließ. TEPCO zog sicherheitshalber seine Mitarbeiter vorübergehend vom Kraftwerksgelände ab. Der Kühleinsatz mit Löschfahrzeugen und die Arbeiten an der Stromversorgung an Block 3 wurden unterbrochen.[94][95][79]

Nach Wiederherstellung der Stromversorgung wurde am 23. März von 11:03 bis 13:20 erstmals wieder Wasser (Meerwasser) über das Kühlsystem in das Abklingbecken eingeleitet. Um 16:20 war schwärzlicher Rauch sichtbar, der aus dem Reaktorgebäude kam.[96]

Am 24. März kam es bei zwei Arbeitern, die Stromleitungen im Untergeschoss des Turbinengebäudes von Block 3 verlegt hatten, zu Strahlenverbrennungen. Nachforschungen ergaben, dass sich dort hoch radioaktiv kontaminiertes Wasser angesammelt hatte[31]. Nach Auskunft der NISA handelte es sich dabei offenbar um Wasser aus dem Reaktorkern. Jedoch sei unklar, wie es dort hin gelangt sei, weil man keine Anzeichen dafür habe, dass der Druckbehälter beschädigt sei.[97]

Ab dem 25. März wurde auf Frischwasser bei den Kühlversuchen an Reaktor 3 (und 1) umgestellt, um mögliche Salzkrusten und damit verbundene schädliche Effekte zu reduzieren. [98]

Reaktorblock 4

Reaktorblock 4 war seit dem 30. November 2010 wegen Instandsetzungsarbeiten an der Hülle des Reaktordruckbehälters außer Betrieb. Daher befanden sich zum Zeitpunkt des Bebens im Inneren des Reaktors keine Brennstäbe. Diese lagerten statt dessen im Abklingbecken im Inneren des Reaktorgebäudes.[2]

Am 14. März 2011 stieg um 4:08 Uhr (Ortszeit) die Temperatur im Abklingbecken für Brennstäbe auf 84 °C an.

Am 15. März ereignete sich um 6:14 Uhr eine Explosion, die zwei Löcher von etwa 8 m² Größe in den Gebäudewänden verursachte.[99] Später brach dann im 3. Stock des Gebäudes um 9:38 ein Feuer aus, das gegen 11:00 von alleine erlosch. Ein reduzierter Wasserspiegel im Abklingbecken wurde festgestellt. Die Brennelemente lagen teilweise frei, wodurch sie beschädigt werden und Radioaktivität freisetzen können.[100][101] Laut TEPCO wurde anschließend eine erhöhte Strahlung gemessen. Am Nachmittag des 15. März teilte Yukio Edano mit, dass die Strahlendosis am Werkstor auf einen für Menschen ungefährlichen Wert abgefallen sei.[102] Die japanische Atomaufsichtsbehörde NISA bezeichnete die Situation von Block 4 als die kritischste von allen Blöcken, da aufgrund von Arbeiten am Reaktorbehälter alle Brennelemente im Abklingbecken lagern. Am Abend des 15. März 2011 wies NISA die Betreibergesellschaft TEPCO an, Wasser in das Abklingbecken einzuleiten.[101] Diese teilte jedoch um 23:00 mit, eine Wassereinleitung in das Abklingbecken sei nicht möglich.[103][104][105] Eine weitere Messung der Wassertemperatur im Becken war nicht mehr möglich.

Am 16. März 2011 brach gegen 5:45 Uhr im Reaktorblock 4 erneut ein Feuer aus, welches jedoch um 6:15 nicht mehr nachweisbar war.[106][107][104][105] An diesem Tag veröffentlichte Fotos zeigen das Reaktorgebäude 4 ohne äußere Hülle, ähnlich wie Gebäude 3 nach der Explosion zwei Tage zuvor. Das Japanische Atomindustrie-Forum (JAIF) meldete später, es habe sich bei Block 4 um die Explosion von Wasserstoff gehandelt, der im überhitzten Abklingbecken entstand.[108] Über den genauen Zeitpunkt der Explosion ist nichts bekannt.

Da das Abklingbecken von Block 4 nicht mit Meerwasser gekühlt werden konnte,[109] sollte dies nun von Hubschraubern aus und mit Wasserwerfern versucht werden. Diese Arbeiten konzentrierten sich jedoch zunächst nur auf den dampfenden bzw. rauchenden Block 3.[110] Der Vorsitzende der US-amerikanischen Atomaufsicht NRC, Gregory Jaczko, hielt diese Entscheidung für falsch, weil nach seinen Informationen von Block 4 die größere Gefahr ausgehe.[111] Befürchtet wurde ein zusätzlicher Kritikalitätsstörfall, ähnlich wie er sich 1999 in einer Wiederaufarbeitungsanlage in Tokaimura ereignete.[112] Bei einem solchem Verlauf kann es durch Wiedereinsetzen der nuklearen Kettenreaktion zu einer umfangreichen Freisetzung von Radioaktivität kommen,[113] weswegen eine Ausweitung der Evakuierungszone diskutiert wurde.[114]

Am 20. März um 8:21 begann auch bei Block 4 die Kühlung des Abklingbeckens mit Hilfe von Löschfahrzeugen der Streitkräfte.[78] Ab dem 22. März wurde dann statt der Löschfahrzeuge eine in Deutschland gebaute Autobetonpumpe eingesetzt, um Wasser auf das Becken zu sprühen – 150 Tonnen am 22. und 130 Tonnen am 23. März, jeweils innerhalb von etwa 3 Stunden.[9][115]

Reaktorblöcke 5 und 6

Die Blöcke 5 und 6 befanden sich während des Erdbebens wegen Wartungsarbeiten außer Betrieb, waren jedoch schon wieder mit Kernbrennstäben bestückt worden. Da alle Generatoren an Block 5 durch den Tsunami ausfielen und so die Kühlung der Brennstäbe nicht mehr gewährleistet war, fiel in Folge der Wasserspiegel im Reaktor. Der Füllstand lag jedoch am 16. März 2011 noch ca. zwei Meter oberhalb der Brennstäbe. Einer der Generatoren an Block 6 war noch einsatzbereit und wurde nun auch zur Füllstandsregulierung in Block 5 verwendet.[116]

Am 19. März wurden in die Dächer der beiden Blöcke Entlüftungslöcher eingebracht, um das Risiko einer Knallgasexplosion zu verringern.[117] Noch am gleichen Tag wurde die Notstromversorgung von Block 5 und 6 wiederhergestellt. Dadurch konnten wieder Pumpen des Kühlsystems eingesetzt werden, die die Wassertemperatur in den Abklingbecken beider Blöcke schnell normalisierten (siehe Tabelle). Beide erreichten daraufhin erstmals seit Beginn der Störfälle wieder den stabilen, abgeschalteten Betriebszustand „kalt, unterkritisch“ („cold shutdown“).[118]

Am 21. März wurde die Stromversorgung von Block 5 von Notstromgeneratoren auf Netzstrom umgestellt, am 22. März folgte Block 6.

Die normale Betriebstemperatur in den Abklingbecken liegt bei etwa 40 °C.[119] Die folgende Tabelle gibt die Veränderungen der Temperatur während des kritischen Zeitraums wieder:

Zeitpunkt (Ortszeit) Block 5 Block 6 Quelle Anmerkungen
14. März 2011, 19:08 59,7 °C 58,0 °C IAEA[120] veröffentlicht am 16. März
15. März 2011, 19:00 60,4 °C 58,5 °C IAEA[120] veröffentlicht am 16. März
16. März 2011, 14:00 62,7 °C 60,0 °C IAEA[120] veröffentlicht am 16. März
17. März 2011, 12:00 64,2 °C 62,5 °C NISA[17]
18. März 2011, 13:00 66,3 °C 64,0 °C NISA[88]
19. März 2011, 11:00 66,6 °C 66,5 °C NISA[121]
19. März 2011, 18:00 48,1 °C 67,0 °C NISA[122] Notstromversorgung Block 5 wieder hergestellt
20. März 2011, 07:00 37,1 °C 41,0 °C NISA[123] Notstromversorgung Block 6 wieder hergestellt
20. März 2011, 16:00 35,1 °C 28,0 °C NISA[124] Cold shutdown von Block 5 um 14:30
21. März 2011, 05:00 39,5 °C 32,0 °C NISA[92] Cold shutdown von Block 6 am 20. März um 19:27
21. März 2011, 17:00 42,3 °C 36,5 °C NISA[79]

Nach dem 21. März bewegten sich die Temperaturen bei Block 5 weiter im Bereich zwischen etwa 30 und 50 °C und bei Block 6 zwischen 20 und 30 °C.

Zentrales Abklingbecken

Das zentrale Abklingbecken befindet sich getrennt von den sechs Reaktorblöcken auf dem Kraftwerksgelände und benötigt ebenfalls eine Stromversorgung zur Kühlung.

Am 18. März 2011 um 6:00 (Ortszeit) war der Wasserstand in diesem Becken unverändert auf Normalniveau, das heißt das Becken war vollständig gefüllt.[122]

Am 21. März wurde von 10:37 bis 15:30 Wasser über das Becken gesprüht ("Water spray over the Pool").[125]

Am 24. März wurde die Stromversorgung und damit die Kühlung des Abklingbeckens wieder hergestellt.[126]

Folgende Tabelle zeigt die gemessenen Wassertemperaturen während des kritischen Zeitraums:

Zeitpunkt (Ortszeit) Wasser-
temperatur
Anmerkungen Quelle
18. März 2011, 11:19 55 °C NISA[122]
19. März 2011, 09:00 57 °C NISA[127]
21. März 2011, 16:30 61 °C nach Besprühung NISA[127]
23. März 2011, 13:15 57 °C NISA[127]
24. März 2011, 18:40 73 °C NISA[127]
25. März 2011, 15:20 53 °C Kühlung wieder hergstellt NISA[127]
26. März 2011, 08:30 46 °C NISA[22]

Verletzte und gefährdete Mitarbeiter

Am 11. März 2011 wurden laut NISA durch das Erdbeben acht Angestellte verletzt, fünf davon leicht; einer erlitt einen Schlaganfall, einer bekam Brustschmerzen und einer brach sich beide Beine. Zwei Personen werden seither vermisst.[128]

Am 12. März verletzten die Explosion des Reaktorblocks 1 und der Rauch im Turbinengebäude laut NISA vier Angestellte leicht. Alle wurden nach Untersuchung nach Hause entlassen.[128] Ein einzelner Mitarbeiter erhielt laut TEPCO eine Strahlendosis von 106,3 Millisievert.[129]

Am 14. März verletzte die Explosion im Reaktorblock 3 zehn Personen, darunter vier Mitglieder der Streitkräfte, von denen eines radiologisch untersucht wurde. Laut NISA wurde dabei keine erhöhte Strahlenbelastung festgestellt.[128]

Am 15. März stieg die Strahlung auf dem Gelände kurzzeitig so stark an, dass alle rund 50 verbliebenen Techniker und die über 100 Mitarbeiter von Rettungseinheiten ihre Arbeit vorübergehend einstellen und das Gelände von Fukushima I für eine Stunde verlassen mussten. Das Japanische Gesundheitsministerium setzte die zulässige Gesamt-Äquivalentdosis für die Arbeiten in Kernkraftwerken von 50 oder 100 (je nach Quelle) auf 250 Millisievert herauf.[130] Kritiker verwiesen darauf, dass Werte oberhalb der von der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) festgesetzten Grenze von 100 Millisievert pro Einsatz oder pro Jahr erfahrungsgemäß Körperzellen direkt schädigen und das Krebsrisiko schon für weit geringere Belastungen prozentual steigt.[131]

Auch am 21. März wurde das Kraftwerksgelände kurzzeitig evakuiert, nachdem sich die Situation von Reaktorblock 3 verschlechterte und grauer Rauch aufstieg.[95][79] Die Feuerwehr-Einheiten blieben auch an den Tagen danach dem Block 3 fern.[96]

Am 24. März wurde laut NISA bei drei Arbeitern, die Stromleitungen im Untergeschoss des Turbinengebäudes von Reaktorblock 3 verlegt hatten, eine Strahlenbelastung von zwischen 173 und 180 Millisievert festgestellt. Zwei dieser Arbeiter erhielten Strahlenverbrennungen an den Beinen, da sie keine Schutzstiefel trugen und radioaktives Wasser ihre Schuhe durchnässte. Die so erhaltene Strahlendosis auf ihrer Haut betrug zwischen 2 und 6 Sievert. Aufgrund der Strahlungsbelastung ihres Urins wird zudem davon ausgegangen, dass sie radioaktiven Wasserdampf eingeatmet haben.[132][133] Die an der Wasseroberfläche der Pfützen gemessene Radioaktivität betrug 3,9 Millionen Becquerel pro Kubikzentimeter, was einer Dosisleistung von 400 Millisievert pro Stunde entspricht.[31]

Am 25. März teilte TEPCO mit, die Arbeiter hätten den Alarm ihrer Dosimeter ignoriert, weil sie nicht gemerkt hätten, dass sie in einer anderen Umgebung als tags zuvor tätig waren.[134] Am 26. März räumte TEPCO ein, dass man die Arbeiter vor ihrem Einsatz in Block 3 nicht über Messergebnisse im Turbinenhaus von Block 1 informiert hatte: Dort lagen die Strahlenwerte am 24. März um 9:30 an der Oberfläche von Wasseransammlungen bei 200 Millisievert pro Stunde.[135] Der Vorsitzende Kabinettssekretär Yukio Edano forderte TEPCO auf, Informationen in Zukunft zeitnäher zu veröffentlichen.[136]

Der IAEO und Regierung Japans zufolge sollen bis zum 17. März mindestens 20 Arbeiter gefährlichen Strahlendosen ausgesetzt worden sein.[137] Bis zum 25. März sollen laut NISA 17 Arbeiter Strahlendosen von mehr als 100 Millisievert erhalten haben.[138]

Einstufung auf der INES-Skala

Die Vorfälle wurden auf der von Stufe 0 bis 7 reichenden Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse INES[139] von der Japanischen Atomaufsichtsbehörde NISA am 12. März zunächst als Stufe 4 („Unfall“) eingestuft.[140] Diese Einschätzung wurde am 14. März von der Französischen Kontrollbehörde für Nuklearsicherheit ASN angezweifelt, deren Präsident André-Claude Lacoste die Zwischenfälle eher als Stufe 5 („Ernster Unfall“) oder Stufe 6 („Schwerer Unfall“) einschätzte.[141] Am 15. März schätzte auch das US-amerikanische Institute for Science and International Security (ISIS) die Ereignisse als Stufe 6 ein.[142]

Am 18. März 2011 erhöhte die Japanische Atomaufsichtsbehörde die Unfallstufe für die Blöcke 1 bis 3 auf INES-Stufe 5, während sie die Vorfälle in Block 4 vorläufig als Stufe 3 („Ernster Störfall“) klassifizierte.[143][144] Die NISA bewertete die Einstufung nach den Kriterien des INES-Benutzerhandbuchs von 2008[145] wie folgt:[146]

Kriterium Maximale
Stufe
Einstufung
Block 1, 2 und 3
Einstufung
Block 4
Einstufung
Block 5 und 6
1. Menschen und Umwelt 7 noch nicht festgelegt noch nicht festgelegt -
2. Strahlungsbarrieren und Anlagenkontrolle 5 Stufe 5 noch nicht festgelegt -
3. Gestaffelte Sicherheitsebenen 3 Stufe 3 Stufe 3 -
Gesamtwertung (vorläufig) 7 Stufe 5 Stufe 3 -

Für die Blöcke 1 bis 3 wurde das erste Kriterium nicht festgelegt, da das Entweichen radioaktiven Materials noch nicht abgeschlossen war. Für Block 4 wurden die ersten beiden Kriterien nicht festgelegt, da der Vorfall noch nicht abgeschlossen war. Die Blöcke 5 und 6 erhielten keine INES-Einstufung.[146] Die Gesamtbewertung ergibt sich aus der jeweils höchsten Einzelbewertung.[145]

Der von Greenpeace beauftragte österreichische Physiker Helmut Hirsch forderte am 23. März 2011, die Unfälle wegen der freigesetzten radioaktiven Emissionsmengen in die höchste INES-Stufe 7 einzuordnen. Er bezog sich dabei auf Abschätzungen der französischen Strahlenschutzbehörde (IRSN) und der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und führte darüber hinaus eigene Abschätzungen durch.[147]

Aktueller Zustand der Reaktorblöcke

Das Japanische Atomindustrie-Forum (JAIF) gibt in regelmäßigen Abständen Berichte zum Zustand des Kernkraftwerks Fukushima I heraus. Die vorliegende Tabelle gibt den Stand vom 25. März 2011 um 21:00 Uhr Ortszeit (13:00 Uhr MEZ) wieder.[148][149]

Block 1 Block 2 Block 3 Block 4 Block 5 Block 6
Betriebszustand zur Zeit des Erdbebens in Betrieb → Schnell­abschaltung in Betrieb → Schnell­abschaltung in Betrieb → Schnell­abschaltung abgeschaltet abgeschaltet abgeschaltet
Zustand von Kern und Brennstäben beschädigt beschädigt beschädigt keine Brenn­stäbe im Kern nicht beschädigt nicht beschädigt
Zustand des Reaktor­druckbehälters unbekannt Schaden vermutet unbekannt nicht beschädigt nicht beschädigt nicht beschädigt
Zustand des Sicherheitsbehälters (Containment) nicht beschädigt Schaden vermutet nicht beschädigt nicht beschädigt nicht beschädigt nicht beschädigt
Reaktorkühlsystem 1: Injektion (strom­betrieben) nicht funktionsfähig nicht funktionsfähig nicht funktionsfähig nicht notwendig in Bereitschaft in Bereitschaft
Reaktorkühlsystem 2: Wärmetauscher (strom­betrieben) nicht funktionsfähig nicht funktionsfähig nicht funktionsfähig nicht notwendig in Betrieb in Betrieb
Reaktorkühlsystem (dampfbetrieben) nicht funktionsfähig nicht funktionsfähig nicht funktionsfähig nicht notwendig nicht notwendig nicht notwendig
Zustand des Reaktorgebäudes schwer beschädigt (Wasserstoff­explosion) leicht beschädigt schwer beschädigt (Wasserstoff­explosion) schwer beschädigt (Wasserstoff­explosion) Entlüftung wurde geschaffen, um Wasserstoff abzulassen Entlüftung wurde geschaffen, um Wasserstoff abzulassen
Wasserstand im Reaktordruckbehälter Brennstäbe ganz oder teilweise freiliegend Brennstäbe ganz oder teilweise freiliegend Brennstäbe ganz oder teilweise freiliegend sicher sicher sicher
Druck im Reaktordruckbehälter leicht gesunken nach Erhöhung unbekannt unbekannt sicher sicher sicher
Druck im Sicherheitsbehälter (Containment) leicht gesunken nach Erhöhung stabil stabil sicher sicher sicher
Wassereinspeisung in Reaktorkern wird fortgesetzt (Süßwasser) wird fortgesetzt (Meerwasser) wird fortgesetzt (Süßwasser) nicht notwendig nicht notwendig nicht notwendig
Wassereinspeisung in Containment (wird bestätigt) noch nicht entschieden (wird bestätigt) nicht notwendig nicht notwendig nicht notwendig
Druckentlastung Containment temporär gestoppt temporär gestoppt temporär gestoppt nicht notwendig nicht notwendig nicht notwendig
Zustand der Brennstäbe im Abklingbecken unbekannt unbekannt möglicherweise beschädigt möglicherweise beschädigt unbeschädigt unbeschädigt
Kühlung der Brennstäbe im Abklingbecken Wasser­ein­speisung wird erwogen Wasser­ein­speisung wurde durchgeführt Wasser­niveau niedrig, Wasser­be­sprühung erfolgt Wasser­niveau niedrig, Wasser­be­sprühung erfolgt Kühlung wieder­hergestellt Kühlung wieder­hergestellt
Funktionsfähigkeit des Kontrollraums gering durch Stromverlust, Beleuchtung vorhanden vermutlich unbeschädigt
INES-Einstufung durch NISA Stufe 5 Stufe 5 Stufe 5 Stufe 3 - -

Emission ionisierender Strahlung und radioaktiver Stoffe

Strahlungsmessungen auf dem Kraftwerksgelände und in der unmittelbaren Umgebung

Messwerte der unbemannten Luftfahrzeuge vom 17. bis 19. März 2011, in Milliröntgen pro Stunde

Die United States Air Force setzte unbemannte Luftfahrzeuge vom Typ Northrop Grumman RQ-4 Global Hawk, Lockheed U-2 und Boeing C-135 Constant Phoenix ein, um Daten aus der Umgebung des Kraftwerks zu sammeln.[150] Auch wurden Nuclear Emergency Support Teams des Energieministeriums der Vereinigten Staaten zur Unterstützung nach Japan gerufen.

Der Betreiber TEPCO veröffentlichte während der Unfallserie regelmäßig Strahlungsmesswerte, die von mobilen Messstationen (Fahrzeugen) alle 10 Minuten an verschiedenen Punkten des Kraftwerksgeländes aufgezeichnet wurden. Hinzu kamen Messwerte von festen Messstationen entlang der landseitigen Grenze des Kraftwerksgeländes und je nach Bedarf auch von Punkten direkt an den Reaktorgebäuden.[151]

Die Messstationen im Einzelnen sind:

Messstation Kunst Position Himmelsrichtung
von Block 2
Entfernung zu
Block 2 ca.
Station 1 fest Geländegrenze nord 2,5 km
Station 2 fest Geländegrenze nord-nordwest 2,5 km
Station 3 fest Geländegrenze nordwest 1,6 km
Station 4 fest Geländegrenze nordwest 1,4 km
Station 5 fest Geländegrenze west 1,3 km
Station 6 fest Geländegrenze west-südwest 1,5 km
Station 7 fest Geländegrenze südwest 1,2 km
Station 8 fest Geländegrenze süd 1,4 km
Fahrzeug-
position 1
mobil am Verwaltungsgebäude nordwest 0,5 km
Fahrzeug-
position 2
mobil an der Sporthalle west-nordwest 0,9 km
Fahrzeug-
position 3
mobil nahe des Westtors west 1,1 km
Fahrzeug-
position 4
mobil vor dem Haupttor west-südwest 1,0 km

An Haupt- und Westtor des Kernkraftwerks gemessene Dosisleistung in Millisievert pro Stunde (12. bis 18. März)

Die gemessenen Dosisleistungen sind hier in Millisievert pro Stunde (mSv/h; 1 Millisievert = 0,001 Sievert) angegeben, nicht zu verwechseln mit Mikrosievert pro Stunde (µSv/h; 1 Mikrosievert = 0,001 Millisievert). Zum Vergleich: Die natürliche Strahlung, der ein Mensch in Deutschland ausgesetzt ist, hat eine Dosisleistung im Bereich von etwa 0,0001 bis 0,0002 Millisievert pro Stunde.[152][153] Ein körperlicher Frühschaden ist ab einer vom menschlichen Körper aufgenommenen Gesamtdosis (Äquivalentdosis) von 200 bis 300 Millisievert medizinisch nachweisbar, jedoch besteht auch bei geringeren Dosen ein Strahlenrisiko. Ab einer Einzelfall-Gesamtdosis von 500 Millisievert tritt akute Strahlenkrankheit auf. Ab einer Einzelfall-Gesamtdosis von 1000 Millisievert versterben 10% der Personen innerhalb von 30 Tagen (LD 10/30). Eine Einzelfall-Gesamtdosis von 6000 Millisievert ist stets tödlich (LD 100).

Die nachfolgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung einzelner, ausgewählter Messwerte vom Kraftwerksgelände:

Datum und Ortszeit Dosisleistung
(in mSv/h)
Ort Situation Quelle
11. März 2011 14:40
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
Messstation 1 bis 8 Normalwert kurz vor dem Erdbeben TEPCO[154]
12. März 2011 06:30
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
Messstation 6 nach Containment-Druckablass an Block 1 GRS[9]
12. März 2011 15:36
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
(bis zu)
an Block 1 Explosion in Block 1 GRS[9]
12. März 2011 ca. 18:30
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
an Block 1 GRS[9]
13. März 2011 11:13
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
an Block 1 GRS[9]
14. März 2011 11:44
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
Messstation 6 nach Explosion in Block 3 TEPCO[155]
14. März 2011 12:30
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
Messstation 6 nach Explosion in Block 3 TEPCO[87]
15. März 2011
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
nach Explosion in Block 2 Die ZEIT[156]
15. März 2011 ca. 10 Uhr
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
an Reaktorblock 3 nach Explosion in Block 2 TEPCO[157]
15. März 2011
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
Geländegrenze nach Explosion in Block 2 BBC[76]
15. März 2011 9:00
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
Haupttor IAEA[158]
15. März 2011 15:00
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
Haupttor IAEA[158]
16. März 2011
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
(bis zu)
Kraftwerksgelände nach Bränden in Block 4 Welt / Kyodo News[159]
16. März 2011
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
(stabil)
Haupttor siedende Abklingbecken Kyodo News[160]
17. März 2011
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
nach Kühlversuch mit Löschfahrzeugen Kyodo News[161]
18. März 2011 5:00
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
1 km westlich von Reaktor 2 Kyodo News[162]
23. März 2011
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
Erdgeschoss von Block 2 Bulletin of the A. S.[163]
25. März 2011 10:30
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
Haupttor Rückgang auf 0,205 bis 15:30 GRS[164]
27. März 2011
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
Block 1 JAIF[165]
27. März 2011
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
Block 2 vermutlich Leck des Reaktors JAIF[166]
27. März 2011
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
Block 3 vermutlich Leck des Reaktors JAIF[167]

In der obigen Tabelle sind Stundendosen aufgeführt. Wenn sich eine Person weniger als eine Stunde an dem betreffenden Ort aufhält, erhält sie eine anteilsmäßig entsprechend geringere Dosis.

Strahlungsmessungen auf dem Japanischen Festland

Das Tokyo Metropolitan Institute of Public Health veröffentlichte regelmäßig Messwerte aus dem Tokioter Bezirk Shinjuku. Die Werte wurden in Mikrogray pro Stunde (µGr/h) angegeben, was unter den gegebenen Bedingungen mit tausendstel Millisievert pro Stunde (mSv/h) vergleichbar ist. Bis zum 14. März 2011 wurden Normalwerte mit der Entsprechnung von etwa 0,000035 mSv/h gemessen. Vom 15. bis zum 26. März schwankten die Werte je nach Windrichtung zwischen ungefähr 0,00005 und 0,00015 mSv/h, was im Rahmen üblicher Werte für natürliche Radioaktivität liegt.[168]

Die folgende Tabelle gibt weitere Messwerte von anderen Punkten oder Gegenden wieder:

Datum und Ortszeit Dosisleistung
(in mSv/h)
Ort Quelle
21. März 2011
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
Namie, 9 km nordnordwestlich von Fukushima I Kyodo News[169]
24. März 2011 0,016–
Vorlage:nts ist VERALTET – siehe dort.
30–32 km nordwestlich von Fukushima I IAEA[99]

Kontamination der Atmosphäre

Zwischen dem 13. und 14. März 2011 fuhr der US-Flugzeugträger Ronald Reagan hundert Meilen vor der Küste Japans durch eine Schadstoffwolke und wurde leicht kontaminiert, ebenso drei Hubschrauber und deren Crews.[170]

In Seattle im US-Bundesstaat Washington wurden die ersten bei den Reaktorunfällen freigesetzten Partikel am 17. März 2011 nachgewiesen. In Filtern des Lüftungssystems von Gebäuden der University of Washington fanden sich die radioaktiven Isotope Iod-131, Iod-132, Tellur-132, Iod-133, Caesium-134 und Caesium-137. Berechnungen ergaben, dass die Konzentation in der Luft bei einem Bruchteil der gesetzlichen Grenzwerte lag, bei Iod-131 zum Beispiel bei einem Hundertstel (< 32 mBq/m³). Die Verteilung der verschiedenen Radioisotope deutete darauf hin, dass es sich um Zerfallsprodukte aus dem Reaktorkern handelte, die mittels Wasserdampf in die Atmosphäre gelangt waren, zum Beispiel beim Druckablass aus dem Reaktor.[171][172]

Ab dem 22. März 2011 maß die Environmental Protection Agency (EPA) zuerst auf Hawaii, später an der Pazifikküste der USA leicht erhöhte Strahlungswerte in der Luft, die sie bisher als gesundheitlich unbedenklich einstufte.[173]

Am 23. März 2011 erreichten die ersten radioaktiven Partikel aus Fukushima den europäischen Kontinent. Aus einem großen Wirbel über Nordamerika bildete sich ein Jetstream über den Atlantik, durch den sie über Island kommend Europa bei Norwegen erreichten. Messungen der CTBTO-Vorbereitungskommission, eine mit der UN kooperierende Organisation, die ein weltweites Messsystem (International Monitoring System – Radionuclide Network) betreiben, konnten dies bestätigen. Die Konzentration der radioaktiven Substanzen sei jedoch zu gering, um eine Wirkung auf Menschen zu haben.[174]

Ab dem 22. März berichtete die österreichische Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, die in den ersten Tagen gemessenen Mengen von freigesetztem Caesium-137 und Iod-131 seien hochgerechnet mit denen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vergleichbar.[175] Die Strahlungswolke habe sich „in extrem verdünnter Form“ über die gesamte nördliche Hemisphäre verteilt. Die gemessen Werte sind nicht gesundheitsrelevant. Die extrem niedrige Strahlung konnte nur deswegen ermittelt werden, weil es sich um künstliche Radionuklide handelt, welche in der Natur nicht vorkommen.[176]

Kontamination von Lebensmitteln

Die spezifische Aktivität radioaktiver Stoffe wird standardmäßig in Becquerel pro Kilogramm (Bq/kg) gemessen. Ein Becquerel pro Kilogramm entspricht dem radioaktiven Zerfall eines Atomkerns pro Sekunde in einem Kilogramm des untersuchten Materials. Zum Vergleich: Die natürliche Radioaktivität der meisten Lebensmittel in Deutschland liegt im Bereich von 30 bis 200 Bq/kg.[177]

Am 19. März 2011 wurde laut IAEA von japanischen Behörden radioaktives Iod in Milch in der Präfektur Fukushima sowie bei Gemüse in der Präfektur Ibaraki gemessen. Die Messungen wurden zwischen dem 16. und 18. März 2011 durchgeführt. Dabei wurden Grenzwertüberschreitungen festgestellt. In der Milch wurde am 16. März bis zu 1510 Bq/kg festgestellt, was einer fünffachen Überschreitung des japanischen Höchstwertes für das Inverkehrbringen entspricht.[178][179] Das japanische Gesundheitsministerium begann mit der Prüfung eines Verkaufsverbots von Lebensmitteln aus der Präfektur Fukushima.[180]

Am 20. März vermeldete das japanische Gesundheitsministerium, dass auch in der Stadt Kawamata in der Präfektur Fukushima radioaktives Iod oberhalb der Grenzwerte in Milch nachgewiesen wurde.[181] Darüber hinaus wurden in der Stadt Hitachi Kontaminationen des Blattgemüses Kakina mit Cäsium-137 und Iod-131 gefunden, die oberhalb der zulässigen Grenzwerte von 500 bzw. 2000 Bq/kg liegen.[178]

Am 21. März erließ die Nuklearen Notfallreaktions Hauptquartiere (Nuclear Emergency Response Headquarters) der Präfekturen Fukushima, Ibaraki, Tochigi und Gunma um 17:50 ein Transportverbot für Spinat, Kakina und Rohmilch.[182] Die Weltgesundheitsorganisation in Genf äußerte sich „stark besorgt“ über die radioaktive Belastung von Lebensmitteln.[183]

Das japanischen Gesundheitsministeriums erließ am 23. März ein Verkaufs- und Verzehrverbot für verschiedene Gemüsesorten aus der Präfektur Fukushima und ein Verkaufsverbot für frische Rohmilch und Kräuter aus der Präfektur Ibaraki.[184]

Kontamination von Leitungswasser

Am 15.[185] und 19. März wurden im Trinkwasser Tokios geringe Mengen von radioaktivem Iod (Grenzwert: 300 Bq/l) festgestellt.[186] Am 20. März gab das Gesundheitsministerium bekannt, man habe erstmals seit 1990 Spuren von radioaktivem Iod im Leitungswasser aller Fukushima benachbarten Präfekturen und im Großraum Tokios gefunden, am meisten (77 Bq/l) in Tochigi, sowie radioaktives Caesium (Grenzwert: 200 Bq/l) in zwei Präfekturen. Sie seien noch gesundheitlich unbedenklich.[187] Jedoch warnte die Regierung die Bewohner der Präfektur Fukushima vor der Einnahme von Leitungswasser.[183]

In Shinjuku, Tokio, stieg die Iod-131-Belastung von 1,47 Bq/kg am 18. März auf 31,8 Bq/kg am 25. März. Die Caesium-134/137-Belastung stieg von 0,15 bzw. 0,21 Bq/kg am 19. März auf 0,92 bzw. 1,22 Bq/kg am 25. März.[188] Am 22. März[189] lag der Wert für Iod-131 in einer Wasseraufbereitungsanlage in Tokio mit 210 Bq/kg erstmals über dem für Kleinkinder zulässigen Grenzwert von 100 Bq/l. Bis zum 25. März als dieser wieder unterschritten wurde,[190] empfahl die Präfekturverwaltung Kindern unter einem Jahr kein Leitungswasser zu verabreichen.[191] Der Anstieg war hauptsächlich dem Regen geschuldet, da im gleichen Zeitraum der Fallout (Staub und Regen) von Iod-131 von 51,4 Bq/m² am 18. März auf 32.300 Bq/m² am 21. März stieg und für Caesium-137 von unter der Meßschwelle auf 5.300 Bq/m². Mit Ende des Niederschlags am 24. März reduzierten sich die Werte auf 173 Bq/m² und 36,9 Bq/m².[192]

Am 26. März wurde Iod-131 im Trinkwasser von 12 der 47 Präfekturen nachgewiesen, jedoch nur in der Präfektur Tochigi mit einem kritischen Wert von 110 Bq/l und in den anderen weit unter 100 Bq/l. Caesium-137 fand sich im Trinkwasser von 6 Präfekturen jedoch nur in geringen Mengen von weniger 10 Bq/l.[193]

Kontamination der Böden

Am 20. März gab die NISA bekannt, die Böden im Umkreis des Kraftwerks von 40 km seien mit 163.000 Bequerel Caesium-137 je Kilogramm Erde belastet. Bis zum 25. März überschritten die Werte von Iod-131 im Leitungswasser in sechs Präfekturen den zulässigen Grenzwert.[194]

Kontamination von Meerwasser

Seit dem 21. März 2011 stellte TEPCO im Meerwasser entlang der Küste weit über den Grenzwerten liegende Konzentrationen von Iod-131 fest und unterrichtete die NISA. Am 21. März wurde der Grenzwert an einem Messpunkt 16 Kilometer südlich der Anlage (und südlich des Kernkraftwerks Fukushima II) um den Faktor 15 überschritten, am 22. März 2 Kilometer nördlich der Anlage um Faktor 79. In Entfernungen bis 2 Kilometer wurden auch Überschreitungen der Grenzwerte für Caesium-134 und Caesium-137 festgestellt.[195]

Regelmäßig entnommene Meerwasserproben nahe dem Wasserauslass des Kraftwerks ergaben einen rapiden Anstieg der Iod-131-Konzentration, die den zulässigen Grenzwert am 22. März um das 127fache, am 24. März um das 145fache, am 26. März um das 1250fache überstieg. Die japanische Atomaufsicht bestritt eine Gefährdung ozeanischen Lebens.[196] Meeresbiologen warnen vor einer bevorstehenden langfristigen Anreicherung von Caesium 134 und 137 aus Fukushima in der Nahrungskette.[197]

Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung

Alarmierung

Die Japanische Atomaufsichtsbehörde (Nuclear and Industrial Safety Agency, NISA) wurde sofort nach Ausbruch des Erdbebens am 11. März 2011 um 14:46 Uhr (Ortszeit) vom Kernkraftwerksbetreiber Tokyo Electric Power Company (TEPCO) über die Lage informiert. Nach Eintreffen des Tsunami und Ausfall der Notstromaggregate meldete TEPCO um 15:42 erstmals einen nuklearen Notfall (Nuclear Emergency) im Kernkraftwerk Fukushima I. Nachdem weitere Berichte über Notfallsituationen aus anderen Kernkraftwerken eintrafen, rief die japanische Regierung am 11. März um 19:03 Uhr den Nuklearen Notfallzustand (State of Nuclear Emergency) aus.[198]

Am 12. März um 17:00 meldete TEPCO eine ungewöhnliche Erhöhung der Strahlung an der Geländegrenze.[22].

Evakuierung

Karte der verschiedenen Evakuierungszonen um die Kernkraftwerke Fukushima I und II

Am 11. März 2011 um 20:50 verfügte die Notfalleinsatzzentrale der Präfektur Fukushima die Evakuierung der Bevölkerung in einem Radius von zwei Kilometer um das betroffene Kernkraftwerk. Später ließ der Premierminister diesen Radius schrittweise auf drei (11. März 21:23), zehn (12. März 5:44) und 20 (12. März 18:25) Kilometer erweitern.[199] Bis zum 17. März wurden etwa 80.000 von 108.000 Einwohnern dieser Zone evakuiert.

Bewohner der 20 bis 30 Kilometer vom Kraftwerk entfernten Gebiete sollten nach Anweisung des Premierministers vom 15. März um 11:00 zunächst in ihren Häusern bleiben.[199] Am 25. März riet die Regierung ihnen dazu, das Gebiet freiwillig zu verlassen; als Begründung gab sie nicht radioaktive Kontaminationen, sondern Versorgungsengpässe an.[200]

Die Atomaufsicht der USA kritisierte den Evakuierungsradius ab dem 17. März als unzureichend und empfahl US-Bürgern, einen Abstand von mindestens 80 km zum havarierten Kraftwerk einzuhalten.[201]

Verschiedene Staaten wie Russland, Belgien, Philippinen und die USA stellten Flugzeuge bereit, um Staatsbedienstete und weitere Bürger zu evakuieren.[202] Unternehmen wie SAP, Bayer und Daimler verlegten Teile ihrer Belegschaft in den Süden Japans oder flogen sie nach Deutschland aus.[203]

Reisewarnungen und Ausreiseempfehlungen

Das Auswärtige Amt sprach am 16. März 2011 eine Teilreisewarnung aus und empfahl allen Deutschen aus der Region um die Atomkraftwerke Fukushima und dem Großraum Tokio-Yokohama, vorübergehend nach Ōsaka oder über Ōsaka ins Ausland auszuweichen.[204] Auch die Vereinigten Staaten und Thailand empfahlen ihren Bürgern eine Ausreise.[202][205] Am 17. März 2011 forderte auch Frankreich seine Bürger in Tokio auf, Japan zu verlassen oder sich in den Süden des Landes zu begeben.[206] Das österreichische Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten gab bereits am 15. März eine partielle Reisewarnung für den Nordosten Japans heraus. Die österreichische Botschaft verlegte am 16. März den operativen Bereich nach Ōsaka.[207]

Luftverkehr

Am 14. März 2011 verhängte die japanische Regierung ein Flugverbot für einen Umkreis von 30 Kilometern um das Kraftwerk.[208]

Die deutsche Lufthansa lässt seit dem 14. März 2011 alle aus Japan heimkehrenden Flugzeuge auf radioaktive Strahlung testen.[209] Vom 15. bis zum 23. März 2011 leitete sie ihre Flüge mit Ziel Tokio nach Nagoya und Ōsaka um.[210][211]

Die österreichische Lufthansa-Tochter Austrian Airlines flog Tokio unter Begleitung von militärischen Strahlenschutzexperten weiter an. Im Gegensatz zum normalen Linienverkehr wurde allerdings der Aufenthalt nur kurz gehalten und der Crewwechsel in Seoul durchgeführt.[212][213]

Importverbote für kontaminierte Lebensmittel

Am 24. März 2011 ordnete die Europäische Union vorsorglich Zwangskontrollen für nach dem 11. März hergestellte Lebensmittel aus zwölf Präfekturen Japans an. Sie dürfen ab dem 27. März nur in die EU-Staaten eingeführt werden, wenn sie in Japan auf Radioaktivität getestet und die Testergebnisse schriftlich bescheinigt wurden. Die japanischen Angaben sollen stichprobenartig überprüft werden.[214]

Russland, China, Taiwan, Australien und die USA verhängten Importverbote für bestimmte Nahrungsmittel aus vier oder fünf von überhöhten Strahlenwerten betroffenen japanischen Präfekturen und testen Importe auf Radioaktivität.[215] Auch Südkorea beschloss zunächst ein solches Verbot, hob es aber am 24. März wieder auf, nachdem die japanische Regierung ihrerseits den Export verstrahlter Lebensmittel aus der Präfektur Fukushima verboten hatte.[216]

Haftung

Nach dem japanischen Atomhaftungsgesetz[217] trifft die Betreiber von Atomkraftwerken verschuldensunabhängig eine Gefährdungshaftung für nukleare Schäden, sofern diese nicht durch eine außergewöhnlich schwerwiegende Naturkatastrophe oder einen Aufstand verursacht wurden. Regierungssprecher Edano sagte, diese Ausnahme sei unter den gegebenen sozialen Umständen nicht möglich.[218]

Der Reaktorbetrieb ist nur erlaubt, wenn der Betreiber sowohl einen privaten Haftpflichtversicherungsvertrag als auch eine Freistellungsvereinbarung mit dem Staat für durch die Versicherung nicht abgedeckte Schäden abschließt. Hierbei ist eine Deckungssumme von 120 Milliarden Yen (umgerechnet 0,76 Milliarden Euro) je Installation vorgeschrieben.[219] Die private Versicherung des Japan Atomic Energy Insurance Pool deckt keine durch Erdbeben verursachten Schäden ab.[220] Bei die Deckungssumme überschreitenden Schäden kann der Staat dem Betreiber auf Beschluss des japanischen Parlaments die Hilfe geben, die für den Schadensersatz nötig ist.[221]

Die bislang durch den Nuklearunfall entstandenen Schäden werden von der Zeitung Tokyo Shimbun auf 1 Billion Yen (6,3 Milliarden Euro) veranschlagt.[220]

Wirtschaftliche Folgen

Von den Evakuierungen im Zuge der Nuklearunfälle ist die Produktion mehrerer Unternehmen betroffen, die Produktionsstätten in der Nähe der havarierten Reaktoren betreiben oder von Zulieferern aus der Umgebung der Reaktoren abhängig sind. Hierzu zählen das Sanitärunternehmen Toto, der Automobilausstatter Alpine Electronics, der Papierhersteller Daio, Fujitsu, das Maschinenbauunternehmen IHI, Fuji Xerox, und der Kamerahersteller Canon.[222] Das Chemieunternehmen Merck gab bekannt, dass keine Metallicfarben für Autos geliefert werden könnten, da die weltweit einzige Fabrik für Xirallic, einem auf Aluminiumoxid basierenden Effektpigment, von den Evakuierungsmaßnahmen um das Kernkraftwerk Fukushima betroffen sei.[223][224] Der Energieversorger Tepco, der das havarierte Kernkraftwerk betreibt, hat sieben japanische Großbanken aufgefordert, ihm Kredite in Höhe von 17 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen, mit denen die Schäden aus der Reaktorkatastrophe bezahlt werden sollen. Zuvor hatten die Ratingagenturen Moody's sowie Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit von Tepco herabgestuft.[225]

Am 17. März 2011 schloss die Fondsgesellschaft Union Investment Real Estate ihren offenen Immobilienfonds Uni-Immo Global, da die in Japan stehenden Immobilien des Fonds derzeit nicht bewertet werden können und folglich keine Anteilspreise ermittelt werden können.[226]

Die Region um Fukushima spielt eine bedeutende Rolle in der japanischen Landwirtschaft, Fischerei und Lebensmittelversorgung. Die Nachbarpräfektur Ibaraki stellt insbesondere Premiumreissorten her und ist das Stammland der japanischen Schweinezucht. Mögliche Auswirkungen des Reaktorunglücks auf Nahrungsmittel und Landwirtschaft wurden in den Medien thematisiert. Messungen wiesen Spaltprodukte aus dem Unglück bei einigen Milch- und Spinatproben und im Leitungswasser nach.[227] Die Behörden untersagten den Verkauf von Rohmilch aus der Präfektur Fukushima, regional angebautes Gemüse darf zeitweise nicht mehr außerhalb verkauft werden.[228]

Politische Folgen

In der Bundesrepublik Deutschland verstärkten die Unfälle die laufende Debatte über die Nutzung von Kernenergie und die Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke.[229] Am 14. März 2011 gab Bundeskanzlerin Angela Merkel eine auf drei Monate befristete Aussetzung der Laufzeitverlängerung (Moratorium) bekannt.[230] Daraufhin wurden die sechs ältesten Kernkraftwerke Deutschlands (Neckarwestheim I, Philippsburg I, Biblis A und B, Isar I und Unterweser) abgeschaltet.[231] Das 2009 abgeschaltete Kernkraftwerk Krümmel und das 2007 heruntergefahrene Kernkraftwerk Brunsbüttel sollen während des Moratoriums weiter außer Betrieb bleiben.[232]

Einige Länder, beispielsweise Indien,[233] Pakistan,[234] Russland,[235] die Schweiz[236] und Spanien,[237] kündigten an, dass sie ihre laufenden Kernkraftanlagen im Hinblick auf die Unfallursachen in Japan überprüfen werden. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez[237] und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu[238] erklärten, dass sie die Pläne für das jeweils erste Kernkraftwerk in ihren Ländern stoppen werden. China fror die Genehmigungen für alle neuen Kernkraftwerke ein.[239] Frankreich,[240] Indonesien,[241] die Niederlande,[242] die Türkei[243] und Vietnam[244] wollen hingegen an ihren bisherigen Plänen für neue Kernkraftwerke festhalten.

Am 23. März 2011 beschloss die italienische Regierung ein einjähriges Moratorium für den Wiedereinstieg in die Kernenergie. Ein Jahr nach der Katastrophe von Tschernobyl hatte Italien 1987 in einem Referendum für die Abschaffung der Kernenergie-Nutzung im Land gestimmt und in der Folge alle laufenden Kernkraftwerke stillgelegt. Die Regierung unter Silvio Berlusconi gab jedoch im Jahr 2008 Planungen für mehrere neue Kernkraftwerke vom Typ Europäischer Druckwasserreaktor bekannt. Während des Moratoriums soll die Standortsuche für die geplanten Kernkraftwerke ausgesetzt werden.[245]

Satellitenfotos

Siehe auch

Commons: Kernkraftwerk Fukushima I – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Kernkraftwerk Fukushima I – in den Nachrichten

Einzelnachweise

  1. Impact to TEPCO's Facilities due to Miyagiken-Oki Earthquake (as of 3PM). 12. März 2011, abgerufen am 12. März 2011 (englisch).
  2. a b Fukushima Nuclear Accident Update Log. Fukushima Nuclear Accident Update (15 March 2011, 18:00 UTC). IAEA, 15. März 2011, abgerufen am 24. März 2011 (englisch).
  3. Informationen zu der Lage in den japanischen Atomkraftwerken. Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit, abgerufen am 17. März 2011.
  4. Spraying continues at Fukushima Daiichi. In: World Nuclear News. 18. März 2011, abgerufen am 23. März 2011 (englisch).
  5. Kurzübersicht aktuelle Sicherheitslage. (pdf) Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit, 19. März 2011, abgerufen am 19. März 2011.
  6. More on Spent Fuel Pools at Fukushima. In: All Things Nuclear. 21. März 2011, abgerufen am 22. März 2011 (englisch).
  7. Fuel Amounts at Fukushima. In: All Things Nuclear. 21. März 2011, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  8. JAIF: Status of nuclear power plants in Fukushima as of 16:00 March 25. In: Japan Atomic Industrial Forum (JAIF). 25. März 2011, abgerufen am 25. März 2011 (englisch).
  9. a b c d e f g Informationen zur Lage in Japan: Stand 25.03.2011, 13:00 Uhr (MEZ). GRS, 25. März 2011, abgerufen am 25. März 2011.
  10. Magnitude 9.0 - NEAR THE EAST COAST OF HONSHU, JAPAN. USGS, 14. März 2011, abgerufen am 24. März 2011 (englisch).
  11. Folgen des Mega-Bebens: Todesbuchten, verschobenes Land. In: Spiegel Online. 18. März 2011, abgerufen am 18. März 2011 (Geologische Detail-Informationen des Geozentrums Potsdam).
  12. The 2011 off the Pacific coast of Tohoku Earthquake ~first report~. Japan Meteorological Agency, 13. März 2011, abgerufen am 13. März 2011 (englisch).
  13. Jason Clenfield: Japan Nuclear Disaster Caps Decades of Faked Reports, Accidents. In: Bloomberg News. 18. März 2011, abgerufen am 20. März 2011 (englisch, nach am 16. März 2011 erfolgten telefonischen Äußerungen des japanischen Parlamentsabgeordneten Tatsuya Ito, der von 1991 bis 2003 für die Präfektur Fukushima im Parlament saß).
  14. Stabilisation at Fukushima Daiichi, update 2. World Nuclear News, 20. März 2011, abgerufen am 24. März 2011 (englisch).
  15. a b c Battle to stabilise earthquake reactors. 12. März 2011, abgerufen am 12. März 2011 (englisch): „Three of Fukushima Daiichi's six reactors were in operation when yesterday's quake hit, at which point they shut down automatically and commenced removal of residual heat with the help of emergency diesel generators. These suddenly stopped about an hour later, and this has been put down to tsunami flooding.“
  16. Massive earthquake hits Japan. 11. März 2011, abgerufen am 12. März 2011 (englisch).
  17. a b Seismic Damage Information (the 28th Release). (pdf) (As of 17:30 March 17th, 2011). NISA, 18. März 2011, abgerufen am 20. März 2011 (englisch). Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „nisa-2011-03-17-17-30“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  18. Die 50 Helden von Fukushima. In: stern.de. 17. März 2011, abgerufen am 20. März 2011.
  19. Markus Becker, Christoph Seidler: Drohende Kernschmelze: Notaktion soll Krisen-AKW retten. In: Spiegel Online. 11. März 2011, abgerufen am 12. März 2011.
  20. a b Reiner Metzger: Nach dem schweren Erdbeben: Atomalarm in Japan. taz, 12. März 2011, abgerufen am 24. März 2011.
  21. Outline of Warter Injection to RPVs. (pdf) NISA, , archiviert vom Original am 21. März 2011; abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  22. a b c Seismic Damage Information (the 54th Release). (pdf) NISA, 26. März 2011, abgerufen am 26. März 2011 (englisch).
  23. Progress by on-site workers. In: world nuclear news. 17. März 2011, abgerufen am 18. März 2011 (englisch).
  24. Christoph Neidhart: Arbeiter in den Fukushima-1-Reaktoren - Die Retter Japans. Süddeutsche Zeitung, 21. März 2011, abgerufen am 24. März 2011.
  25. Minister Kaieda sorry for reportedly 'forcing' water-spraying mission. Kyodo News, 22. März 2011, archiviert vom Original am 22. März 2011; abgerufen am 22. März 2011 (englisch).
  26. Disrupted work resumes to restore power at Fukushima reactors. Kyodo News, 22. März 2011, abgerufen am 22. März 2011 (englisch).
  27. Fukushima nuclear plant to be decommissioned: Gov't. Kyodo News, 20. März 2011, archiviert vom Original am 21. März 2011; abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  28. Fukushima nuclear plant shut for good. The Australian, 20. März 2011, abgerufen am 20. März 2011 (englisch).
  29. Seismic Damage Information (the 50th Release). (pdf) (As of 08:00 March 25th, 2011). NISA, 25. März 2011, abgerufen am 25. März 2011 (englisch).
  30. Fears of radioactive seawater grow near nuke plant despite efforts. Kyodo News, 26. März 2011, abgerufen am 26. März 2011 (englisch).
  31. a b c Messwerte des kontaminierten Wassers im Untergeschoss von Block 3. (pdf) NISA, 26. März 2011, archiviert vom Original am 25. März 2011; abgerufen am 25. März 2011 (englisch).
  32. Strahlung im Reaktorblock 2 steigt erneut stark, Zeit online 27.03.2011
  33. The Crippled Japanese Nuclear Reactors. New York Times, 12. März 2011, abgerufen am 14. März 2011 (englisch).
  34. Der Spiegel Nr. 12/21. März 2011: Die Rekonstruktion eines Jahrhundertunglücks im Atomkraftwerk Fukushima (S. 91)
  35. Was ist eine Kernschmelze? Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit, 18. März 2011, abgerufen am 21. März 2011.
  36. Inga Maren Tragsdorf: Entwicklung und Untersuchung von Katalysatorelementen für innovative Wasserstoff-Rekombinatoren. In: Forschungszentrum Jülich (Hrsg.): Reihe Energietechnik / Energy Technology. Band / Volume 36, 2004, ISBN 3-89336-384-X, ISSN 1433-5522, S. 1 (PDF, 6MB [abgerufen am 19. März 2011]).
  37. Sven Stockrahm, Dagny Lüdemann, Sami Skalli: Gibt es nun Kernschmelzen in den Reaktoren 1 bis 3 von Fukushima-1 oder nicht? In: Die Zeit Online. 21. März 2011, abgerufen am 14. März 2011.
  38. a b c d e f g JAIF Reactor Status and Major Events Update 12 - NPPs in Fukushima as of 16:00 March 18. Japan Atomic Industrial Forum, 18. März 2011, abgerufen am 18. März 2011 (englisch).
  39. Newsline, 27. März 2011, 18:00 JST. NHK World, 27. März 2011, abgerufen am 27. März 2011.
  40. プラント関連パラメータ (2011-03-17:17:00). Ministry of Economy, Trade and Industry, 17. März 2011, abgerufen am 25. März 2011 (japanisch).
  41. プラント関連パラメータ (2011-03-18:14:00). Ministry of Economy, Trade and Industry, 18. März 2011, abgerufen am 25. März 2011 (japanisch).
  42. プラント関連パラメータ (2011-03-20:16:00). Ministry of Economy, Trade and Industry, 20. März 2011, abgerufen am 25. März 2011 (japanisch).
  43. プラント関連パラメータ (2011-03-23:16:00). Ministry of Economy, Trade and Industry, 23. März 2011, abgerufen am 25. März 2011 (japanisch).
  44. Kurzübersicht aktuelle Sicherheitslage, Stand 24.03.2011, 16:00 Uhr (MEZ). Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit, 25. März 2011, abgerufen am 25. März 2011.
  45. Kurzübersicht aktuelle Sicherheitslage, Stand 25.03.2011, 16:10 Uhr (MEZ). Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit, 25. März 2011, abgerufen am 25. März 2011.
  46. プラント関連パラメータ (2011-03-25:10:00). Ministry of Economy, Trade and Industry, 25. März 2011, abgerufen am 25. März 2011 (japanisch).
  47. プラント関連パラメータ (2011-03-25:16:30). Ministry of Economy, Trade and Industry, 25. März 2011, abgerufen am 25. März 2011 (japanisch).
  48. プラント関連パラメータ (2011-03-26:11:00). Ministry of Economy, Trade and Industry, 26. März 2011, abgerufen am 26. März 2011 (japanisch).
  49. プラント関連パラメータ (2011-03-27:06:00). Ministry of Economy, Trade and Industry, 27. März 2011, abgerufen am 27. März 2011 (japanisch).
  50. プラント関連パラメータ (2011-03-27:14:00). Ministry of Economy, Trade and Industry, 27. März 2011, abgerufen am 27. März 2011 (japanisch).
  51. a b c d e f Sequence of Developments at Nuclear Power Stations Affected by the Earthquake. (pdf) JAIF, 18. März 2011, archiviert vom Original am 20. März 2011; abgerufen am 20. März 2011 (englisch).
  52. Drohende Kernschmelze - Notaktion soll Krisen-AKW retten. spiegel.de, 11. März 2011, abgerufen am 20. März 2011.
  53. Chico Harlan und Steven Mufson: Japanese nuclear plants' operator scrambles to avert meltdowns. The Washington Post, 13. März 2011, abgerufen am 13. März 2011 (englisch).
  54. Bayerisches Fernsehen: Video der Explosion von Block 1 von Fukushima I
  55. Explosion did not occur at Fukushima reactor: Japan spokesman. 12. März 2011, abgerufen am 12. März 2011 (englisch).
  56. Fukushima Nuclear Accident Update Log. Fukushima Nuclear Accident Update (13 March 2011, 02:35 CET) - Corrected. IAEA, 13. März 2011, abgerufen am 24. März 2011 (englisch).
  57. JAPAN: NHK TV, WORKERS INJURED IN FUKUSHIMA EXPLOSION. agi.it, 12. März 2011, abgerufen am 12. März 2011 (englisch).
  58. 13.24 Uhr: +++ 10.000 Menschen in Minamisanriku vermisst +++. 12. März 2011, abgerufen am 12. März 2011.
  59. Spiegel-Live-Ticker. spiegel.de, abgerufen am 12. März 2011.
  60. tagesthemen.de, 13. März 2011: Angst vor nuklearer Katastrophe nach Beben in Japan: Neue Probleme in Fukushima
  61. a b Japan struggles with nuclear reactors in wake of quake (englisch)
  62. Explosion did not occur at reactor: Japan gov't spokesman. 12. März 2011, abgerufen am 12. März 2011 (englisch).
  63. Damage from mega quake increasing, death toll feared to top 1,800 (englisch)
  64. Fukushima Nuclear Accident Update Log. Fukushima Nuclear Accident Update (12 March 2011, 20:10 UTC). IAEA, 12. März 2011, abgerufen am 24. März 2011 (englisch).
  65. Chief Cabinet Secretary Yukio Edano said officials were acting on the assumption that a meltdown could be underway at that reactor, Fukushima Daiichi's unit 3, and that it was "highly possible" that a meltdown was underway at Fukushima Daiichi's unit 1 reactor, where an explosion destroyed a building a day earlier. The Washington Post, abgerufen 13. März 2011.
  66. Efforts to cool Fukushima reactors continue (englisch)
  67. Seismic Damage Information (the 39th Release). (pdf) (As of 15:30 March 21st, 2011). NISA, 21. März 2011, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  68. Stabilisation at Fukushima Daiichi
  69. Seismic Damage Information (the 54th Release)(As of 12:00 March 26th, 2011). (pdf) Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA), 26. März 2011, abgerufen am 26. März 2011 (englisch).
  70. Seismic Damage Information (the 44th Release). (pdf) NISA, 23. März 2011, abgerufen am 23. März 2011 (englisch).
  71. Seismic Damage Information (the 54th Release)(As of 12:00 March 26th, 2011). (pdf) Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA), 26. März 2011, abgerufen am 26. März 2011 (englisch).
  72. U.S. Naval Barges Bring Fresh Water To Assist With Cooling At Japan Nuclear Plant. Huffington Post, 26. März 2011, abgerufen am 26. März 2011 (englisch).
  73. Seismic Damage Information (the 54th Release)(As of 12:00 March 26th, 2011). (pdf) Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA), 26. März 2011, abgerufen am 26. März 2011 (englisch).
  74. a b NISA Seismic Damage Information (the 30th Release) (As of 15:00 March 18th, 2011) Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA). Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA), 18. März 2011, abgerufen am 18. März 2011 (englisch). Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „meti-2011-03-18-15-00“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  75. Brennstäbe in Krisenreaktor komplett ungekühlt – Spiegel-Online-Meldung vom 14. März 2011
  76. a b Japan earthquake: Radiation levels fall at Fukushima. BBC, 15. März 2011, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  77. GRS: Informationen zur Lage in den japanischen Kernkraftwerken Fukushima, Onagawa und Tokai Stand 16.03.2011, 15:00 Uhr (MEZ)
  78. a b c Seismic Damage Information (the 36th Release). (pdf) (As of 16:30 March 20th, 2011). NISA, 20. März 2011, abgerufen am 20. März 2011 (englisch). Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „nisa-2011-03-20-16-30“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  79. a b c d Seismic Damage Information (the 40th Release). (pdf) NISA, abgerufen am 21. März 2011 (englisch). Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „nisa-2011-03-21-21-00“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  80. Seismic Damage Information (the 43rd Release). (pdf) (As of 18:00 March 22nd, 2011). 22. März 2011, abgerufen am 22. März 2011 (englisch).
  81. Seismic Damage Information (the 54th Release)(As of 12:00 March 26th, 2011). (pdf) Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA), 26. März 2011, abgerufen am 26. März 2011 (englisch).
  82. Japan's Fukushima nuclear plant faces new reactor problem. Reuters, 12. März 2011, abgerufen am 12. März 2011.
  83. a b Status of nuclear power plants in Fukushima as of 22:00 March 20. JAIF, 20. März 2011, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  84. a b c NISA Seismic Damage Information (the 30th Release) (As of 15:00 March 18th, 2011). NISA, 18. März 2011, abgerufen am 18. März 2011 (englisch). Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „meti-2011-03-18-3“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  85. Hidehiko Nishiyama, a senior official of the Economy, Trade and Industry Ministry indicated Sunday that the core of the No. 3 reactor has also melted partially, telling a news conference, "I don't think the fuel rods themselves have been spared damage". Water injected into troubled nuclear power plant to avert disaster
  86. Video der Explosion von Reaktor 3. Youtube, 14. März 2011, abgerufen am 19. März 2011.
  87. a b White smoke around the Fukushima Daiichi Nuclear Power Station Unit 3 (3rd release) Pressemitteilung TEPCO vom 14. März 2011 (abgerufen am 14. März 2011)
  88. a b Seismic Damage Information (the 30th Release). NISA, 18. März 2011, abgerufen am 21. März 2011 (englisch). Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „nisa-2011-03-18-15-00“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  89. Fukushima: Hubschrauber und Wasserwerfer sollen Reaktoren kühlen. In: Zeit Online. 17. März 2011, abgerufen am 17. März 2011.
  90. Military helicopters dump water on Fukushima Daiichi reactors. Youtube, 16. März 2011, abgerufen am 21. März 2011 (japanisch, mit, englischen, untertiteln).
  91. Seismic Damage Information (the 45th Release). (pdf) NISA, 23. März 2011, abgerufen am 23. März 2011 (englisch).
  92. a b http://www.nisa.meti.go.jp/english/files/en20110321-3.pdf. (pdf) nisa, 21. März 2011, abgerufen am 21. März 2011 (englisch). Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „nisa-2011-03-21-10-30“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  93. Status of nuclear power plants in Fukushima as of 16:00 March 21. (pdf) JAIF, 21. März 2011, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  94. Grayish smoke seen billowing from Fukushima No. 3 reactor building. Kyodo News, 21. März 2011, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  95. a b White smoke at Fukushima No. 2 reactor, smoke at No.3 reactor stops. Kyodo News, 21. März 2011, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  96. a b Seismic Damage Information (the 46th Release). (pdf) (As of 19:00 March 23rd, 2011). NISA, 23. März 2011, abgerufen am 24. März 2011 (englisch).
  97. High-level radiation suspected to be leaking from No. 3 reactor's core. Kyodo Nows, 25. März 2011, abgerufen am 26. März 2011 (englisch).
  98. Fresh coolant injected, high-radiation water leaks in nuke crisis TOKYO, 25.3.2011, Kyodo
  99. a b IAEA Update on Japan Earthquake. 16. März 2011, abgerufen am 18. März 2011 (englisch). Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „iaea-tsunamiupdate“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  100. Christoph Seidler: Pannenreaktoren in Fukushima: Gefahr aus dem Abklingbecken. In: Spiegel Online. 15. März 2011, abgerufen am 15. März 2011..
  101. a b Spent nuke fuel pool may be boiling, further radiation leak feared
  102. Officials: Spent fuel rods may have burned in blaze at nuclear plant
  103. Aufbewahrungsbecken für die verbrauchten Brennstäbe im Reaktor 4 kann nicht mehr mit Wasser gefüllt werden – Der Standard 15. März 2011
  104. a b JAIF Reactor Status and Major Events Update 16 - NPPs in Fukushima as of 22:00 March 19. In: Japan Atomic Industrial Forum (JAIF). 19. März 2011, abgerufen am 19. März 2011 (englisch).
  105. a b NISA Seismic Damage Information (the 33th Release). (pdf) NISA, 19. März 2011, abgerufen am 19. März 2011 (englisch).
  106. Drohender Super-GAU - Fukushima-Reaktor 4 brennt erneut. In: sueddeutsche.de. Abgerufen am 16. März 2011..
  107. Press Release (Mar 16,2011) Fire occurrence at Fukushima Daiichi Nuclear Power Station Unit 4 (2nd Release). Tokyo Electric Power Company (TEPCO), 16. März 2011, abgerufen am 16. März 2011 (englisch).
  108. Status of nuclear power plants in Fukushima as of 22:00 March 18. JAIF, 18. März 2011, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  109. Kampf gegen Super-GAU ist Himmelfahrtskommando. In: welt.de. 16. März 2011, abgerufen am 18. März 2011.
  110. SDF trucks join choppers in dousing crisis-hit Fukushima reactor. In: Kyodo News. 17. März 2011, abgerufen am 17. März 2011 (englisch).
  111. USA zweifeln an Japans Rettungsstrategie. In: spiegel.de. 17. März 2011, abgerufen am 17. März 2011.
  112. Japan bangt weiter: Reaktor-Ruine strahlt, Erde bebt, Zeit Online vom 19. März 2011
  113. New Fukushima fear: Spent fuel at No. 4 might restart chain reaction, USA Today, 15. März 2011
  114. Japan Nuclear Accident: Worse than Worst, Again, IEEE Spectrum energy wise Blog, 12. März 2011
  115. AKW Fukushima: Kontrollraum im Reaktor 3 hat wieder Licht. 22. März 2011, abgerufen am 22. März 2011.
  116. Agency: Water level falls in No.5 reactor. Abgerufen am 16. März 2011.
  117. Fukushima Nuclear Accident Update Log. Fukushima Nuclear Accident Update (19 March 2011, 14:00 UTC). IAEA, 19. März 2011, abgerufen am 24. März 2011 (englisch): „holes have been made in the roof of the reactor building at Units 5 and 6 to avoid the risk of a hydrogen explosion“
  118. Status of nuclear power plants in Fukushima as of 16:00 March 22. (pdf) JAIF, 22. März 2011, abgerufen am 22. März 2011 (englisch).
  119. Positive signs for Japan nuclear crisis but radiation traces found
  120. a b c Fukushima Nuclear Accident Update Log. Fukushima Nuclear Accident Update (16 March 2011, 22:00 UTC). IAEA, 16. März 2011, abgerufen am 24. März 2011 (englisch).
  121. Seismic Damage Information (the 33rd Release). (pdf) (As of 13:30 March 19th, 2011). NISA, 19. März 2011, abgerufen am 19. März 2011 (englisch).
  122. a b c Seismic Damage Information (the 34th Release). (pdf) (As of 20:30 March 19th, 2011). NISA, 19. März 2011, abgerufen am 20. März 2011 (englisch).
  123. Seismic Damage Information (the 35th Release). (pdf) (As of 07:30 March 20th, 2011). NISA, 20. März 2011, abgerufen am 20. März 2011 (englisch).
  124. (As of 22:30 March 20th, 2011). (pdf) NISA, 20. März 2011, abgerufen am 20. März 2011 (englisch).
  125. Seismic Damage Information (the 41th Release). (pdf) NISA, 22. März 2011, abgerufen am 22. März 2011 (englisch).
  126. Seismic Damage Information (the 49th Release). (pdf) 24. März 2011, abgerufen am 24. März 2011 (englisch).
  127. a b c d e Seismic Damage Information (the 53th Release). (pdf) (As of 08:00 March 26th, 2011). NISA, 26. März 2011, abgerufen am 26. März 2011 (englisch).
  128. a b c Seismic Damage Information (the 48th Release). (pdf) (As of 12:30 March 24th, 2011). NISA, 24. März 2011, abgerufen am 24. März 2011 (englisch).
  129. Plant Status of Fukushima Daiichi Nuclear Power Station (as of 8PM March 12th ) TEPCO-Pressemitteilung (abgerufen am 15. März 2011)
  130. Die "Tapferen 50" an der Strahlenfront. In: Spiegel online Panorama. 16. März 2011, abgerufen am 16. März 2011.
  131. Werner Eckert (Tagesschau.de, 24. März 2011): Wer setzt die Grenzwerte für die Strahlung fest?
  132. NISA, 25. März 2011: Seismic Damage Information (the 51st Release)
  133. Radioaktive Partikel wohl in Körper der AKW-Arbeiter eingedrungen. In: Ärztezeitung. 25. März 2011, abgerufen am 27. März 2011.
  134. Survey result of workers’ exposure in the turbine building of Unit 3 of Fukushima Dai-ichi Nuclear Power Station. (pdf) NISA, 25. März 2011, abgerufen am 25. März 2011 (englisch, Mitteilung zu den am 24. März verletzten Mitarbeitern).
  135. 3人被曝の1時間前「1号機地下に汚染水」 東電伝えず. asahi.com, abgerufen am 26. März 2011 (japanisch).
  136. Fears of radioactive seawater grow near nuke plant despite efforts. (pdf) Kyodo News, 27. März 2011, abgerufen am 26. März 2011 (englisch).
  137. Tagesschau.de, 17. März 2011: Mindestens 20 Tepco-Mitarbeiter verstrahlt
  138. NISA, 25. März 2011: Seismic Damage Information (the 51st Release) (pdf, S. 19)
  139. INES: The international nuclear and radiological event scale. International Atomic Energy Agency (IAEO), 23. März 2011, abgerufen am 23. März 2011 (englisch).
  140. Explosion in Fukushima 1 als „Unfall“ eingestuft. NZZ Online, 12. März 2011, abgerufen am 12. März 2011.
  141. French nuclear agency rates Japan accident 5 or 6. In: reuters.com. 14. März 2011, abgerufen am 18. März 2011 (englisch).
  142. ISIS Statement on Events at Fukushima Daiichi Nuclear Site in Japan. 15. März 2011, abgerufen am 15. März 2011 (englisch).
  143. Informationen zur Lage in den japanischen Kernkraftwerken Fukushima, Onagawa und Tokai. Gesellschaft für Reaktorsicherheit, 18. März 2011, abgerufen am 18. März 2011.
  144. NISA: INES Ratings on the Events in Fukushima Dai-ichi NPS and Fukushima Dai-ni NPS by the Tohoku Regional Pacific Ocean Offshore Earthquake. In: Nuclear and Industrial Safety Agency NISA. 19. März 2011, abgerufen am 19. März 2011 (englisch).
  145. a b INES – The International Nuclear and Radiological Event Scale: User’s Manual 2008 Edition. Internationale Atomenergie-Organisation, , abgerufen am 23. März 2011 (englisch).
  146. a b INES Ratings on the Events in Fukushima Dai-ichi NPS and Fukushima Dai-ni NPS by the Tohoku Regional Pacific Ocean Offshore Earthquake. 18. März 2011, abgerufen am 23. März 2011 (englisch).
  147. Helmut Hirsch, 23. März 2011: Fukushima – Einstufung auf INES‐Skala
  148. Status of nuclear power plants in Fukushima as of 21:00 March 25 (Estimated by JAIF). Japan Atomic Industrial Forum, 25. März 2011, abgerufen am 25. März 2011 (englisch).
  149. Zustand des Kernkraftwerks in Fukushima Nr. 1 (Daiichi) am 25. März 2011 um 13:00 Uhr (MEZ). Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit, 25. März 2011, abgerufen am 25. März 2011.
  150. Drohnen kreisen über Fukushima welt.de; Global Hawk UAV to Peek Inside Damaged Reactors discovery.com, abgerufen am 21. März 2011
  151. TEPCO-Strahlungsmesswerte vom 22. März 2011, mobile Messwerte auf Seite 1-3 und Grafik mit den festen Messstationen auf Seite 4. (pdf) 22. März 2011, abgerufen am 22. März 2011 (englisch).
  152. http://www.bfs.de/de/bfs/druck/uus/JB_archiv.html
  153. Radioaktivitätskarte Deutschland. Bundesamt für Strahlenschutz, abgerufen am 24. März 2011.
  154. Dosisleistungswerte Fukushima Daiichi vor dem Unglück. Archiviert vom Original am 24. März 2011; abgerufen am 24. März 2011 (japanisch).)
  155. White smoke around the Fukushima Daiichi Nuclear Power Station Unit 3 (2nd release) TEPCO-Pressemitteilung (abgerufen am 15. März 2011)
  156. Weitere Explosion in AKW Fukushima-1 Die Zeit Online (abgerufen am 15. März 2011)
  157. Strahlungswerte im Statusbericht des Betreibers TEPCO. 17. März 2011, abgerufen am 19. März 2011 (englisch).
  158. a b Fukushima Nuclear Accident Update Log. Fukushima Nuclear Accident Update (15 March 2011, 11:25 UTC) - Fukushima Daiichi Nuclear Power Plant Update. IAEA, 15. März 2011, abgerufen am 24. März 2011 (englisch).
  159. Verzweifelte Rettungsaktionen am havarierten Meiler. 16. März 2011, abgerufen am 17. März 2011.
  160. Miya Tanaka, Maya Kaneko: Fukushima No. 3 reactor vents smoke, but container damage unlikely. In: Kyodo News. 17. März 2011, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  161. (Titel unbekannt). In: Kyodo News. , ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen Format invalid (englisch).@1@2Vorlage:Toter Link/english.kyodonews.jp (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
  162. Radiation slightly down around reactor. In: Kyodo News. 18. März 2011, abgerufen am 18. März 2011 (englisch).
  163. Wednesday, March 23, 10:30 p.m. ET, Tokyo. In: Bulletin of the Atomic Scientists. 23. März 2011, abgerufen am 25. März 2011 (englisch).
  164. Informationen zur Lage in den japanischen Kernkraftwerken Fukushima, Onagawa und Tokai. GRS, 25. März 2011, abgerufen am 25. März 2011.
  165. Earthquake Report No. 32 (JAIF). (pdf) Japan Atomic Industrial Forum (JAIF), 27. März 2011, abgerufen am 27. März 2011 (englisch).
  166. Earthquake Report No. 32 (JAIF). (pdf) Japan Atomic Industrial Forum (JAIF), 27. März 2011, abgerufen am 27. März 2011 (englisch).
  167. Earthquake Report No. 32 (JAIF). (pdf) Japan Atomic Industrial Forum (JAIF), 27. März 2011, abgerufen am 27. März 2011 (englisch).
  168. 都内の環境放射線量調査 1日単位の測定結果 (Environmental Radiation Measurement Result in Tokyo). Tokyo Metropolitan Institute of Public Health, 22. März 2011, abgerufen am 23. März 2011 (japanisch).
  169. Radiation 1,600 times normal level 20 km from Fukushima plant: IAEA. In: Kyodo News. 22. März 2011, abgerufen am 22. März 2011 (englisch).
  170. Japan earthquake: US aircraft carrier sails into radioactive cloud telegraph.co.uk; Military Crew Said to Be Exposed to Radiation, but Officials Call Risk in U.S. Slight nytimes.com; US carrier fought contamination while aiding Japan abgerufen am 25. März 2011
  171. Fission Products in Seattle Reveal Clues about Japan Nuclear Disaster. Technology Review, MIT, 25. März 2011, abgerufen am 27. März 2011.
  172. Arrival time and magnitude of airborne fission products from the Fukushima, Japan, reactor incident as measured in Seattle, WA, USA. arxiv.org, 24. März 2011, abgerufen am 27. März 2011.
  173. EPA: Japanese Nuclear Emergency: Radiation Monitoring – Daily Data Summary (Messungen ab 17. März 2011)
  174. Fukushima radioactive fallout nears Chernobyl levels newscientist.com; Fukushima plant's fallout to go around globe japantimes.co.jp; International Monitoring System ctbto.org, abgerufen am 26.März 2011
  175. ZAMG: Unfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima (Update: 26. März 2011 10:00): Ausbreitung von Radioaktivität/ derzeit günstige Wetterlage
  176. Fukushima: Resümee über bisherige Rechnungen und CTBTO Messungen. Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, 25. März 2011, abgerufen am 26. März 2011.
  177. Lebensmittellexikon: Radioaktivität von Lebensmitteln. Abgerufen am 22. März 2011.
  178. a b http://www.grs.de/informationen-zur-lage-den-japanischen-kernkraftwerken-fukushima-onagawa-und-tokai Informationen zur Lage in den japanischen Kernkraftwerken Fukushima, Onagawa und Tokai
  179. URGENT: Spinach with high radiation levels found near Fukushima plant. Kyodo News, 19. März 2011, abgerufen am 19. März 2011 (englisch).
  180. Fukushima Nuclear Accident Update Log. Fukushima Nuclear Accident Update (19 March 2011 12:00 UTC) - Corrected. IAEA, 19. März 2011, abgerufen am 24. März 2011 (englisch).
  181. Wunder in Japan - Lebensmittel verstrahlt. In: sueddeutsche.de. 20. März 2011, abgerufen am 22. März 2011.
  182. Seismic Damage Information (the 47th Release). (pdf) (As of 08:00 March 24th, 2011). NISA, 24. März 2011, abgerufen am 24. März 2011 (englisch).
  183. a b http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,752096,00.html Japans Regierung warnt vor verstrahltem Trinkwasser
  184. Informationen zur Lage in Japan: Stand 25.03.2011, 13:00 Uhr
  185. Tagesschau.de, 15. März 2011: Nach Explosion und Feuer in Atomkraftwerk: Strahlung rund um Fukushima steigt
  186. Japan: Radioaktiv verseuchte Lebensmittel entdeckt
  187. Radioactive iodine beyond limit detected in tap water in Fukushima. Kyodo News, 20. März 2011, abgerufen am 19. März 2011 (englisch).
  188. 都内の水道水中の放射能調査結果 Radioactive material level of tap water at Tokyo. Tokyo Metropolitan Institute of Public Health, 25. März 2011, abgerufen am 26. März 2011 (japanisch).
  189. 東京都 乳児の家庭に水配布へ. In: NHK News. 23. März 2011, abgerufen am 24. März 2011 (japanisch).
  190. Fukushima Nuclear Accident Update Log. Updates of 25 March 2011. IAEA, 25. März 2011, abgerufen am 26. März 2011 (englisch).
  191. Tagesschau, 23. März 2011: Stadtverwaltung gibt Warnung heraus: Strahlung in Tokios Wasser übersteigt Grenzwert
  192. 都内の降下物(塵や雨)の放射能調査結果 Radioactive material level of fallout in Tokyo / day. Tokyo Metropolitan Institute of Public Health, 25. März 2011, abgerufen am 26. März 2011 (japanisch).
  193. IAEA, 25. März 2011: More positively, the iodine-131 levels in drinking water for Tokyo are now below limits for consumption for infants recommended by the Japanese authorities and restrictions have been lifted.
  194. Tagesschau.de, 25. März 2011: Japan kämpft gegen den Super-GAU: "Erhebliche Schäden" in Reaktor 3 festgestellt
  195. TEPCO: Detection of radioactive materials from the seawater around the discharge canal of Fukushima Daiichi Nuclear Power Station (englisch)
  196. Tagesschau.de, 26. März 2011: Extrem hohe Radioaktivität im Pazifik gemessen
  197. Badische Zeitung, 24. März 2011: „Radioaktivität im Pazifik verdünnt sich schnell“; Elisabeth Rosenthal (New York Times, 21. März 2011): Radiation, Once Free, Can Follow Tricky Path
  198. NISA Seismic Damage Information (the 24th Release). (As of 11:00 March 15th, 2011). NISA, 15. März 2011, abgerufen am 16. März 2011 (englisch).
  199. a b Seismic Damage Information (the 26th Release). (pdf) (As of 14:00 March 16th, 2011). NISA, 16. März 2011, abgerufen am 16. März 2011 (englisch).
  200. Gov't asks people within 20-30 km of nuke plant to leave voluntarily. Kyodo News, 25. März 2011, abgerufen am 26. März 2011 (englisch).
  201. Minutenprotokoll 17.03.2011 spiegel.de-Liveticker vom 17. März um 9:13 Uhr
  202. a b US-Bürger sollen Japan verlassen. In: stern.de. 17. März 2011, abgerufen am 17. März 2011. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „stern-2011-03-17-18-03“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  203. Die große Evakuierung. In: ftd.de. 17. März 2011, abgerufen am 17. März 2011.
  204. http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/Nodes/JapanSicherheit_node.html
  205. Keine Atom-Panik in Asien- und Pazifikregion. (HTML) In: focus.de. 16. März 2011, abgerufen am 17. März 2011.
  206. Neue Stromleitung nach Fukushima fast fertig. (HTML) 16. März 2011, abgerufen am 17. März 2011.
  207. Reisewarnung des Außenministeriums abgerufen am 17. März 2011
  208. Erneutes Erdbeben lässt Gebäude in Tokio wackeln. (HTML) In: Welt Online. 15. März 2011, abgerufen am 17. März 2011.
  209. Lufthansa überprüft Maschinen bei Rückkehr aus Japan auf Strahlung. In: stern.de. 14. März 2011, abgerufen am 17. März 2011.
  210. Lufthansa fliegt Tokio nicht mehr an. (HTML) In: Spiegel Online. Abgerufen am 17. März 2011.
  211. Current travel information. Lufthansa, archiviert vom Original am 26. März 2011; abgerufen am 26. März 2011.
  212. AUA fliegt vorerst weiter nach Tokio auf ORF vom 17. März 2011
  213. Euro-Airlines fliegen weiter nach Tokio abgerufen am 17. März 2011
  214. http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/21/0,3672,8226741,00.html Heute.de, 24. März 2011: EU ordnet Zwangskontrollen für Lebensmittel aus Japan an]
  215. Die Welt, 25. März 2011: 10.000-fach erhöhte Strahlung in weiterem Reaktor
  216. KBS World, 24. März 2011: Südkorea hält Importstopp von Produkten aus Fukushima für nicht notwendig
  217. Gesetz 147/1961 原子力損害の賠償に関する法律, englisch Act on Compensation for Nuclear Damage, Section 3
  218. Natural disaster exemption not to apply to Tokyo Electric: Edano, 25. März 2011
  219. Gesetz 147/1961, Section 7
  220. a b Atomic Cleanup Cost Goes to Japan's Taxpayers, May Spur Liability Shift. In: Bloomberg. 23. März 2011, abgerufen am 23. März 2011 (englisch).
  221. Gesetz 147/1961, Section 16
  222. Asahi, Nuclear crisis forces firms to shift production from quake-hit region, 20. März 2011
  223. Japan disaster knocks out world supply of car paint additive. Monsters and Critics, 26. März 2011, abgerufen am 26. März 2011 (englisch).
  224. Darmstadt: Engpass bei Autofarben – japanisches Merck-Werk geschlossen. Mannheimer Morgen, 26. März 2011, abgerufen am 27. März 2011.
  225. FAZ, 23. März 2011, Tepco braucht Geld für Reparaturen
  226. Handelsblatt, 17. März 2011, Immobilienfonds macht wegen Japan-Krise dicht
  227. CNN zur landwirtschaftlichen Produktion
  228. WHO: Radiation in Japan food 'more serious' than thought
  229. Stern: „Deutschland streitet über Kernenergie“, 12. März 2011
  230. Pressestatements von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesaußenminister Guido Westerwelle zu den Folgen der Naturkatastrophen in Japan sowie den Auswirkungen auf die deutschen Kernkraftwerke. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, 14. März 2011, archiviert vom Original am 24. März 2011; abgerufen am 25. März 2011.
  231. faz.net vom 15. März 2011: „Merkels Atom-Moratorium: Sieben Kernkraftwerke gehen vorerst vom Netz.“
  232. tagesschau.de
  233. Govt to review safety at nuclear plants: Ramesh. The Times of India, 15. März 2011, abgerufen am 22. März 2011 (englisch).
  234. Karachi, Chashma N-plants safe: PAEC. Pakistan Today, 16. März 2011, abgerufen am 22. März 2011 (englisch).
  235. Putin orders review of Russian nuclear plans. Reuters, 15. März 2011, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  236. Schweizer AKW müssen ihre Anlagen sofort überprüfen. NZZ Online, 19. März 2011, abgerufen am 22. März 2011.
  237. a b Al Goodman: Spain orders review of nuclear power plants. CNN, 16. März 2011, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  238. Israel's Netanyahu says rethinking nuclear power. Reuters, 17. März 2011, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  239. China freezes nuclear plant approvals. CNN, 16. März 2011, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  240. France sees lessons from Japan nuclear crisis. Reuters, 16. März 2011, abgerufen am 22. März 2011 (englisch).
  241. Aubrey Belford: Indonesia to Continue Plans for Nuclear Power. The New York Times, 17. März 2011, abgerufen am 22. März 2011 (englisch).
  242. JAPAN: Niederlande reagieren gelassen. NiederlandeNet, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, 15. März 2011, abgerufen am 21. März 2011.
  243. Turkey's Erdogan Pays Visit To Tatarstan. Radio Free Liberty Radio Europe, 17. März 2011, abgerufen am 21. März 2011 (englisch).
  244. Helen Clark: Vietnam to go ahead with nuclear plans. GlobalPost, 20. März 2011, abgerufen am 22. März 2011.
  245. Italy Approves Nuclear Pause. The Wall Street Journal, 23. März 2011, abgerufen am 23. März 2011 (englisch).

Koordinaten: 37° 25′ 17″ N, 141° 1′ 57″ O