Reiseimpfungen

Reisemedizi­nische Beratung: Impf­pass muss mit

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Reiseimpfungen - Das Risiko reist mit

Im Impf­pass werden Reiseimpfungen dokumentiert. © Stiftung Warentest

Welche Impfungen infrage kommen, klärt eine reisemedizi­nische Beratung, etwa bei Tropen­instituten, weiterge­bildeten Reise- oder Allgemeinmedizinern (Adressen etwa unter www.fit-for-travel.de, www.crm.de). Sie ist vor allem vor Fernreisen – selbst ans Mittel­meer und nach Osteuropa–, vor Lang­zeit­auf­enthalten und bei ungewöhnlichen Bedingungen zu empfehlen, spätestens sechs Wochen vor Reiseantritt. Manche Impfungen brauchen für optimalen Schutz etwas Zeit oder eine mehr­fache Dosis. Oft lohnt die Beratung aber auch noch kurz­fristig.

Der Schutz wirkt welt­weit. Bei der reisemedizi­nischen Beratung muss der Arzt immer auch den Impf­pass kontrollieren. Denn die in Deutsch­land empfohlenen Stan­dard­impfungen schützen vor Erregern, die welt­weit vorkommen, im Ausland vielleicht sogar öfter. Bei Erwachsenen ist alle zehn Jahre die Impfung gegen Tetanus und Diph­therie auf-zufrischen und einmal die gegen Keuchhusten, eventuell auch gegen Polio. Es gibt alle vier Impfungen in einer Spritze. Außerdem sollten Erwachsene mit dem Arzt besprechen, ob sie eine Masern­impfung brauchen. Auch bei Kindern und Jugend­lichen sind eventuelle Impf­lücken zu schließen. Wir halten alle Stan­dard­impfungen bis auf die Wind­pocken­impfung grund­sätzlich für sinn­voll (siehe „Impfungen für Kinder“ aus test 03/2012).

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Kommentarliste

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

  • Profilbild Stiftung_Warentest am 02.03.2015 um 14:22 Uhr
    Abweichung vom Impfschema

    @oekomoonie: Tatsächlich ist es möglich, die drei Impfungen wie in Ihrem Fall innerhalb weniger Wochen zu geben.
    Bei diesem verkürzten Impfschema ist laut Fachinformation des Herstellers eine vierte Impfung nach einem Jahr empfohlen. Wenn diese Impfungen vollständig gegeben sind, ist eine Auffrischung frühestens nach 10 Jahren nötig.
    Möglicherweise kann, wie Sie anmerken, eine Blutbestimmung von Antikörpern gegen Hepatitis A und B zeigen, ob in Ihrem Fall bereits ein ausreichender Schutz aufgebaut ist.
    Sie sollten individuell mit dem Arzt, z.B. einem Reisemediziner, besprechen, wie Sie am besten vorgehen.

  • oekomoonie am 20.02.2015 um 12:48 Uhr
    was passiert bei Abweichung vom Impfschema?

    Ich habe mich vor 1,5 Jahren gegen Hepatitis A und B in einer Kombi Impfung impfen lassen. Der Abstand zwischen der 2. und der 3.Impfung betrug keine 6 Monate sondern nur wenige Wochen. Meine Ärztin meinte damals, dass es wichtig sei nach Möglichkeit alle 3 Impfungen vor der Abreise machen zu lassen. Seitdem frage ich mich, ob das so korrekt ist. Angesichts der Tatsache, dass diese Impfungen teuer sind und ich sie super schlecht vertragen habe wäre es für mich von Bedeutung dass der Impfschutz minimum 10 Jahre anhält.
    Weiß jemand ob sich für mich ein Test auf IgE (?!) lohnt?
    Generell würde ich es toll finden, wenn der Artikel über Reiseimpfungen um diesen Passus ergänzt werden könnte.

  • R.Heinze am 28.04.2012 um 12:15 Uhr
    Gefahr durch Auslandsreisende nach der Heimkehr?

    Von Freunden, Verwandten, Nachbarn höre ich jedes Jahr
    was sie für Reisen unternommen haben. Sie haben sich jedes Mal gegen bestimmte Kranheiten impfen lassen.
    Sie haben also einen Schutz den ich nicht habe.
    Ich bin seit Jahrzenten nicht mehr im Ausland gewesen.
    und frage mich, ob ich erst einmal einige Zeit um diese Personen einen Abstand halten muß damit ich mich nicht
    von mitgebrachten Krankheiten anstecke.

  • Testinator99 am 26.04.2012 um 23:34 Uhr
    Hinweis auf größte Gefährdung fehlt

    Guter Artikel über Reiseimpfungen, aber ein abschließender Hinweis zur größten Gefahr im Ausland fehlt: der Straßenverkehr! Sehr oft wird diese Gefahr in erheblicher Weise unterschätzt, da man von mitteleuropäischen Verhältnissen ausgeht und noch nicht mal osteuropäische Verhältnisse kennt, was für viele tragisch endet.