World Association of Kickboxing Organizations

Internationaler Fachverband für Kickboxen

Die World Association of Kickboxing Organizations (WAKO) ist der größte[1] internationale Fachverband für Kickboxen. Der WAKO gehören 126 nationale Verbände an (Stand: Januar 2019),[2] deren überwiegende Mehrheit die Anerkennung ihres jeweiligen Nationalen Olympischen Komitees (NOK) besitzt.[3] Die WAKO wurde 2006 Mitglied des Weltsportverbandes Sportaccord (heute GAISF) und ist seit 2018 vom IOC anerkannt. Nach dem plötzlichen Tod des amtierenden Präsidenten Borislav Pelevic aus Serbien im Oktober 2018 war Francesca Falsoni Interimspräsidentin der WAKO, bis am 2. Februar 2019 der bisherige Vizepräsident Roy Baker (Irland) zum neuen Präsidenten gewählt wurde. Pelevics Vorgänger ist Ennio Falsoni, der weiterhin Ehrenpräsident ist.

Logo der WAKO
Geert J. Lemmens, Mitbegründer der WAKO

Gründung

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Nach der Gründung der PKA (Professional Karate Association) 1974 in den USA wollte Brückner eine eigene Kampfsport-Organisation ins Leben rufen. Die WAKO wurde 1977[4] von Georg F. Brückner, Marc Bigoureux, Mike Anderson, Geert J. Lemmens, Jean-Pierre Schupp und anderen Kampfsportlern gegründet.[5] Bei allen Vorbereitungstreffen in Paris 1976 und zweimal in Berlin 1977 waren nur Brückner und Lemmens immer anwesend. Der Gründername der WAKO war „World All-Style Karate Organization“. Erst später wurde sie dann in „World Association of Kickboxing Organizations“ umbenannt. Zu Beginn wurden alle Kampfstile noch als Karate bezeichnet. Die International Amateur Kickboxing Sport Association, kurz IAKSA, ging am 22. Oktober 2006 mit der World Association of Kickboxing Organizations zusammen.[6] Im Jahr 1991 wurde die WAKO-PRO für Kickbox-Profis gegründet. 2009 wurde Kickboxen der WAKO in das Programm der SportAccord Combat Games (neu: World Combat Games) aufgenommen. Im April 2014 wurde Kickboxen als offizielle Sportart von der IWGA-Vollversammlung beschlossen. Somit wird die WAKO als 37. Mitglied von der World Games Familie (IWGA) anerkannt. Als „Einladungssportart“ war Kickboxen erstmals bei den World Games 2017 präsent.

Das große Ziel der WAKO war die Ausrichtung von eigenen Weltmeisterschaften und Europameisterschaften im Vollkontakt-Karate (Kickboxen). Die WAKO sollte zudem internationale Standards festlegen und überwachen. Bereits 1978 wurde die erste Weltmeisterschaft in Berlin ausgetragen. Die WAKO strebt eine Anerkennung durch die IOC-Vollversammlung für Kickboxen als olympische Sportart an. Als wichtigen Meilenstein dorthin wurde auf der Vorstandssitzung des Internationalen Olympischen Komitees am 30. November 2018 in Tokio (Japan) der World Association of Kickboxing Organizations (WAKO) die vorläufige Anerkennung erteilt.[7][8]

Disziplinen

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  • Vollkontakt
  • Leichtkontakt
  • Pointfighting (ehemals Semikontakt)
  • Low Kick
  • Musical Forms
  • Kick Light
  • K-1 Rules

Kontinentalverbände

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  • Africa – mit 22 Mitgliedsländern
  • Pan-America – mit 20 Mitgliedsländern
  • Asia – mit 32 Mitgliedsländern
  • Europe – mit 44 Mitgliedsländern
  • Oceania – mit 2 Mitgliedsländern

Weltmeisterschaften

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Senioren, Veteranen/Masters

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Jahr Austragungsort Land Disziplinen*
1978 Berlin Deutschland  Deutschland VK
1979 Florida Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten PF
1979 Tampa Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten VK
1981 Mailand Italien  Italien PF
1983 London England  England PF, VK
1985 London England  England PF, VK
1987 München Deutschland  Deutschland PF, VK
1989 Mestre Italien  Italien PF, LK
1991 London England  England PF, LK
1991 Paris Frankreich  Frankreich VK
1993 Atlantic City (New Jersey) Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten PF, LK
1993 Budapest Ungarn  Ungarn VK
1995 Stuttgart Deutschland  Deutschland PF, LK, FO
1995 Kiew Ukraine  Ukraine VK
1997 Danzig Polen  Polen PF, VK, FO
1997 Dubrovnik Kroatien  Kroatien PF, LK, VK, FO
1999 Caorle Italien  Italien PF, LK, VK
2001 Maribor Slowenien  Slowenien PF, LK, FO
2001 Belgrad Serbien  Serbien VK
2003 Paris Frankreich  Frankreich PF, LK, VK
2003 Jalta Ukraine  Ukraine PF, LK, VK, FO
2005 Szeged Ungarn  Ungarn PF, LK, VK
2005 Agadir Marokko  Marokko FO
2007 Lissabon Portugal  Portugal PF, VK, FO
2007 Belgrad Serbien  Serbien LK
2009 Lignano Sabbiadoro Italien  Italien PF, VK, FO
2009 Villach Osterreich  Österreich LK
2011 Dublin Irland  Irland PF, VK, FO
2011 Skopje Mazedonien 1995  Mazedonien LK
2013 Antalya Turkei  Türkei PF, LK, VK, FO
2015 Dublin Irland  Irland PF, LK, VK, FO
2017 Budapest Ungarn  Ungarn PF, LK, Kick Light, VK, LowKick, K1, FO
2019 Sarajevo Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina LK, LowKick, K1
2019 Antalya Turkei  Türkei PF, Kick Light, VK, FO

(* PF=Pointfighting, LK=Leichtkontakt, VK= Vollkontakt, FO= Formen; ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Siehe auch

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Einzelnachweise

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  1. Vier große Verbände. In: teckbote.de. Der Teckbote, 23. Oktober 2019, abgerufen am 1. Juli 2024.
  2. WAKO Members List. In: wako.sport. WAKO, abgerufen am 1. Juli 2024 (englisch).
  3. Die Struktur der WAKO. In: wako-deutschland.de. WAKO Deutschland, abgerufen am 1. Juli 2024.
  4. Gründung der WAKO: 1977 (Memento vom 18. April 2019 im Internet Archive) auf wako-deutschland.de
  5. Introducing the establishment of WAKO (World Association of Kickboxing Organization). In: unescoicm.org. 9. Dezember 2021, abgerufen am 2. Juni 2023 (englisch).
  6. Gründung der WAKO: 2006 (Memento vom 18. April 2019 im Internet Archive) auf wako-deutschland.de
  7. WAKO recognized by the IOC. In: wako.sport. 30. November 2018, abgerufen am 1. Juli 2024 (englisch).
  8. IOC EB receives update on implementation of Athletes’ Declaration and other important issues. Abschnitt Update on International Federations. In: olympics.com. IOC, 30. November 2018, abgerufen am 1. Juli 2024 (englisch).