Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

zehrgeld, n.

zehrgeld, n.,
verpflegungsgeld für eine reise, das man selber mitnimmt oder von anderen empfängt: Lexer 3, 1067; it. 13 [[undefined:poundsign]] d. unsern schützzen ... zergelt von zwain nähten chr. dtsch. st. 5, 59 (Augsburg); Frisius dict. 762ᵃ; soll man ihme (dem burgermeister) sampt dem rosz alle tage ein pfundt heller und nicht daruͤber zum zehrgelt folgen lassen W. Hartmann augspurg. chron. (1595) 104; Hulsius-Rav. 427ᵃ; viaticum Stieler 683; u. a.; Fortunatus (1509) 131 ndr.;
ich schickt in weg mit eim zergelt,
das er erfaren solt die welt
Wickram 4, 231 lit. ver.;
Dürer tageb. 91; so hatte ich auch über 10 thaler zehrgelt ... zu mir genommen Grimmelshausen Simpl. 281 Kögel; weinich tergelt maket nouwe teren Tunnicius sprichw. 831; dauernd gebräuchlich: z. für die heimkehr Heine s. w. 1, 460 Elst.; plur.: -gelder Morhof unterr. 1, 545; auch dial.: Woeste 270ᵇ, lux. wb. 502ᵃ; übertragen: nicht ohne blutigen kopff, den ich zum zehrgelt davon brachte Moscherosch ges. 49; vom brot und wein des abendmahls B. Schmolcke trost- u. geistr. schr. 1, 77; geben sie mir den kusz als z. auf die reise Bauernfeld ges. schr. 2, 63; Fischer 6, 1134. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1927), Bd. XV (1956), Sp. 471, Z. 70.

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Zitationshilfe
„zehrgeld“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/zehrgeld>.

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